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Samstag, 21. April 2012

Lilith, die erste Frau Adams - Teil 1

Das Erbe des Matriarchats * Die Vertreibung von Lilith * Die weibliche Spaltung

Sie gilt als die geheimnisvollste und sagenumwobenste Figur der Menschheitsgeschichte. Keiner anderen wurde soviel Schuld und negative Eigenschaften angehängt; keine andere Frauengestalt ist so sehr in ihrer Bedeutung mißbraucht und mißgedeutet worden wie sie.

Dies hat natürlich seinen Grund. Die Geschichte un- serer Zivilisation weist lichte und dunkle Zeitalter auf, und zudem viele Lücken in der nicht immer wahr- heitsgetreuen Überlieferung. Auch heute gibt es noch weiße Flecken in der Vergangenheit. Wie unsere Frühgeschichte wirklich abgelaufen sein mag, liegt deshalb weitgehend im Dunkeln. Wer sich der Ge- schichte immer gern angenommen hat, sind die Reli- gionen – fast alle mit dem Anspruch auf alleinige Gültigkeit, worin sie sich zumindest in diesem Punkt einig sind. Doch jede von ihnen hat auch versucht, den Verlauf der Geschichte in ihrem Sinne zu beein- flussen, und dabei spielte das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen eine große Rolle. Die Religionen haben heute noch einen großen Einfluß auf die Gestaltung unserer Beziehungen, und auch wenn unser Verstand dies verneint – unbewußt laufen ständig die alten Muster ab. So haben wir heute noch mit immer wiederkehrenden Beziehungsproblemen zu tun, in denen Mann und Frau sich bekämpfen, anstatt sich zu lieben. Und oftmals dient uns der Partner als Projektionsfläche für etwas, was wir bei uns selbst nicht sehen wollen.

Wenn wir wirklich erfüllte Beziehungen erfahren wollen, müssen wir ernsthaft nach den Ursachen für dieses Jahrtausende alte Dilemma suchen. Also gehen wir weit in die Vergan- genheit zurück ...

Das Erbe des Matriarchats

Bis vor etwa 3000 v. Chr. wurde die allgemein übliche Lebensform vom Matriarchat geprägt. Frauen hatten die Rolle des Familienvorstandes, sie wurden verehrt, weil sie Leben spen- deten. Zeugungsvorgang, Menstruationszyklen und Schwangerschaft wurden als göttliches Mysterium gesehen und in vielfältigen Fruchtbarkeitsriten gefeiert. Die Frauen wählten selbst, wer Vater für ihre Kinder sein sollte, völlig frei und unabhängig. Es gab eine weibliche Erblinie, die Männer schützten Frauen und Kinder in der Gemeinschaft, und beide Ge- schlechter verehrten die Natur und die Erde als Große Göttin. Gegen Ende dieser Zeit ge- schah es, daß die Frauen - wir wissen nicht, warum - zunehmend ihre Macht mißbrauchten. Die schlimmsten Auswüchse waren die Opferriten, in denen Männer ihr Leben lassen muß- ten, oder auch kastriert wurden, um die Große Göttin zu besänftigen.

Dies hinterließ tiefe Verletzungen, Groll und Haß bei der männlichen Spezies. Sie wehrten sich, wollten mehr zu sagen haben und selbst eine Erblinie gründen. Um sich aber vor weiteren Übergriffen durch die Frauen zu schützen, mußten sie sich ein System überlegen, mit dem die Frauen beherrscht werden konnten. Gleichgestellte Beziehungen waren schon damals nicht mehr möglich, und die gesellschaftliche Ordnung wandelte sich langsam aber sicher in ein Patriarchat, das bis heute andauert. Die Unterdrückung der Frau ist ein ge- sellschaftliches Thema, das unbedingt aus diesem Hintergrund heraus betrachtet werden muß.  

Dieser Machtmißbrauch sitzt heute noch als tiefes Schuldgefühl im kollektiven weiblichen Unbewußten. Und es war mit Sicherheit dieses Schuldgefühl daran beteiligt, weshalb die Frauen sich so demütigen ließen, es unbewußt als gerechte Strafe empfanden. Den Män- nern kann es nicht wirklich gut dabei gegangen sein; denn sie handelten aus Angst vor er- neuter Kastration - wie sollten unter diesen Vorraussetzungen gesunde Beziehungen ent- stehen?

Die Vertreibung von Lilith

Jede Religion enthält einen Teil der Wahrheit. Wenn wir wissen wollen, wie die Geschichte im Paradies weiter ging, sollten wir uns mit den hebräischen Schriften beschäftigen. Eines der drei heiligen Bücher, der Sohar, erzählt Erstaunliches über eine Dame namens Lilith. Sie war die erste Frau Adams und von Gott aus dem gleichen Material und gleichwertig er- schaffen. Ebenso seltsam ist, daß in den deutschen Übersetzungen der Bibel kein Wort über sie verloren wird. Lilith steht für die selbstbewußte, starke eigenständige Frau, die sie an der Seite Adams gewesen ist.

Die ältesten Hinweise auf Lilith finden wir in der sumerischen Kultur, und es gibt nur ein einziges wirklich aussagekräftiges Bild von ihr, ein Terrakottarelief aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. Auf Anhieb wird klar, daß wir es mit einer anerkannten Göttin zu tun haben, denn auf ihrem Kopf trägt sie eine gehörnte Tiara, und derlei Kronen waren in der sumerisch-akka- dischen Ikonographie allein Gottheiten vorbehalten.

Terracotta-Relief ca. 4000 Jahre alt
Lilith steht auf dem Rücken von Löwen, auch dies ist ein machtvolles Symbol großer Göt- tinnen. Die beiden großen Eulen, die Liliths Löwenthron einrahmen, gelten als Symbole von Weisheit und Wissen. Ihre Fähigkeit, das Dunkel mit Erkenntnis zu durchdringen, gibt die Hoffnung, unsere Ängste und Schatten ei- nes Tages erlösen zu können. Lilith trägt auch selber Flügel, und diese gehören ebenso zu den Attributen bedeutender Göttinnen. Keine große Göttin, die nicht 'fliegen' könnte, wobei ihre Fähigkeit zu fliegen durchweg gleichge- setzt wird mit ihrem Vermögen, die Grenzen von Raum und Zeit zu überschreiten. Lilith er- scheint nackt, mit einem wohlgeformten Frau- enkörper, der überhaupt nicht furchteinflößend wirkt. Nacktheit ist auch ein Sinnbild von un- verfälschter Reinheit und Echtheit. Wer nackt ist, hat nichts zu verbergen! Auch Liliths Ge- sicht ist keineswegs das einer erbarmungs- losen Furie, eher ist es von heiterer Entschlossenheit. Doch ja, ihre Füße haben Vogelkrallen - ihr Standort ist also eher der Himmel als die Erde - wehrhaft und fluchtbereit, wenn es sein muß.

Erschien Lilith im alten Sumer noch als eigenständige Göttin, so wird sie im hebräischen Sohar als männerverführend und kindermordend mit dem Teufel im Bunde beschrieben. In der Bibel wird sie nur kurz bei Jesaja 34 und Hiob 18 auf die niederträchtigste Art erwähnt, und zwar nur in der Jerusalemer Ausgabe. Interessant ist nämlich, daß Lilith seit der Re- formationszeit aus den christlichen Bibelausgaben verschwindet. So findet man in der Lu- therbibel das Wort Lilith durch Kobold ersetzt. Es ist offensichtlich, daß die christliche Kirche nicht daran interessiert ist – und zu keiner Zeit war – Liliths Eigenschaften zu pflegen, ge- schweige denn zu preisen.

Die bekannteste Geschichte aus dem Sohar ist wohl die, daß Lilith sich eines Tages wei- gerte, 'unten zu liegen'. Daraufhin beschwerte sich Adam bei Gott, welcher Lilith angeblich zur Strafe aus dem Paradies verwies. Eine sehr unglaubhafte Version. Im Sohar wird auch erzählt, daß Lilith in ihrer Not den geheimen Namen Gottes rief, als Adam sie verstieß und der Verlust des Paradieses drohte. Daß Lilith als einem geflügelten Wesen der Sinn nach den Höhen der spirituellen Welt stand, schildert bereits der Text aus Ben Siras Alphabeth. Und wie wäre es ihr möglich gewesen, den Namen Gottes zu kennen, wenn sie nicht in innigster Verbindung zu ihm gestanden hätte?

Im Namen drückt sich das Wesen einer Persönlichkeit aus. Beim Namen zu nennen, heißt die Wahrhaftigkeit zu wünschen, die alles Böse eliminiert (Rumpelstilzchen). Die Anrufung eines Namens holt die Energie des Trägers herbei, wie auch in Lilith's Gebet zu Gott. So stellt Lilith in der Schöpfungsgeschichte letztlich einen Anspruch auf Gott-Ebenbürtigkeit; ein bedrohlicher Angriff auf die Allmacht des sich neu etablierenden Vatergottes.

Die weibliche Spaltung

Weiter ist im Sohar zu lesen, daß 'der Herr sie in die Tiefen des Meeres warf und gab ihr Macht über alle Kinder der Menschensöhne, die der Bestrafung für die Sünden ihrer Väter unterliegen.' Mit anderen Worten: Gott der Herr und die Menschensöhne agieren, Lilith und die Frauen dürfen es ausbaden und werden noch für alles verantwortlich gemacht. Daß Lilith ins Meer geworfen wurde, macht ihre Verdrängung deutlich. An anderer Stelle wird zitiert: 'das Wasser ernährt Lilith'. Also kommen wir an ihre Eigenschaften heran, sobald die Ge- fühle fließen …

Die Kunde von Liliths 'zerstörerischer' Verführungskraft hallt durch die Jahrtausende und scheint Männerphantasien zu beflügeln. Dem Sohar zufolge beschloß Adam nach dem Sündenfall zu sühnen, indem er 130 Jahre enthaltsam lebte. Doch ausgerechnet in dieser Zeit, 'als er allein schlief und träumte, besuchte ihn Lilith und wußte ihr Verlangen zu stillen, indem sie ihn bestieg und dadurch seine nächtlichen Ergüsse hervorrief'.

Es wird schließlich so schlimm, daß der Sohar Liliths Macht bei unterschiedslos allen sexu- ellen Begegnungen zwischen Mann und Frau wittert, selbst noch beim vorgeschriebenen ehelichen Akt. Damit soll wohl angedeutet werden, daß die menschliche Sexualität in den Grenzbezirken des Bösen, Chaotischen und Gesetzes-auflösenden anzusiedeln ist, weshalb schärfste Vorsichtsmaßnahmen vonnöten sind, die dazu gedacht sind, noch den letzten Funken Lust und natürliche Liebe aus den Schlafzimmern zu verbannen.

Den Keil, den die christliche Tradition zwischen Eva, die 'Sünderin und Verführerin' und Maria, die 'Reine und Unbefleckte' treiben konnte, mußte das Judentum anderswo ansetzen. Hier hießen die beiden Gegensätze nicht Eva und Maria, sondern Lilith und Eva, wobei erstere das aufmüpfige und verderbenbringende Weibliche und letztere das angepaßte und dem Manne dienliche Werkzeug repräsentiert.
  • „Das zweite Weib Adams – Eva – schuf Gott aus der Rippe. Dabei sprach Er:  Ich werde sie nicht aus dem Kopf des Mannes machen, sonst wird sie ihren Kopf in hochmütigem Stolz tragen;  und nicht aus dem Auge, sonst wird sie lüsterne Blicke bekommen; und nicht aus dem Ohr, sonst wird sie überheblich; und nicht aus dem Mund, sonst wird sie eine Schwätzerin; und nicht aus dem Herzen, sonst wird sie zu Neid neigen; und nicht aus der Hand, sonst mischt sie sich in fremde Angelegenheiten; und nicht aus dem Fuß, sonst wird sie eine Herumtreiberin.“    
Solche – ernstgemeinten – Worte aus dem Sohar können nur aus dem Unvermögen ent- stehen, die eigenen Schatten zu betrachten. Die männlich-orthodoxe Welt hat hier ihre eige- ne neurotische Verformung zur Norm erhoben, motiviert von tiefsitzenden Ängsten, die Kon- trolle über das Weibliche zu verlieren.
  • „Aus der Rippe, die dem Auge des Menschen entzogen und stets unter der Hülle des Kleides verborgen ist, aus ihr schuf Gott das Weib. Denn die Zierde des Weibes ist die stille Zurückgezogenheit, die sittsame Beschränkung auf den häuslichen Kreis mit seinen Pflichten und seinem lauteren Glück.“
Wie kleinlich, wie schamhaft, wie unkreativ, libido-unterdrückend und phantasielos soll Gott eigentlich sein?! Späteren Aussagen des Sohars zufolge sind die jüdischen Patriarchen aller- dings nicht fähig zu verhindern, daß selbst die von ihnen als rein und keusch geplante Eva Züge von Lilith erhält:
  • „Und zu jedem Glied des Körpers sprach Gott, als er es machte: 'Sei keusch! Sei keusch!' Und dennoch, trotz all dieser übergroßen Vorsicht, hat die Frau all jene Fehler, die Gott zu vermeiden suchte.“ *
'Sündenfall'
Hinter solchen unglaublichen Äußerungen werden Egoismus, Verantwortungslosigkeit und Dekadenz sichtbar. Was an Eva rebellisch ist, geht auf Liliths Einflüsterungen zurück, womit Lilith nun auch für die Frau zur Versucherin und Verführerin wird. Lilith ist es, die Eva dazu überredet, von den Früchten der Erkenntnis zu kosten. Dabei werden Lilith und die Schlange eins: im Sohar-Mythos heißt es, Li- lith sei die Schlange und die Hure, die Eva an- stiftete, Adam zum Beilager zu verführen, während sie in der Zeit ihrer menstruellen 'Unreinheit' war.

Dieses Bild hat dann Schule gemacht: Lilith, die Verführerin, durchzieht schließlich auch die christ- liche Ikonographie, vor allem des 15. und 16. Jahr- hunderts, der Kulminationszeit jener Frauenpogro- me, die man noch immer verharmlosend Hexen- verfolgungen nennt. Besonderer Beliebtheit erfreu- ten sich Darstellungen, in denen Lilith und Eva als Sockel dienten, über dem sich als triumphierendes Symbol der Reinheit die Jungfrau Maria mit dem Jesusknaben erhob.

Dieses Bild, wie auch die Spaltung in Eva, Maria und Lilith entzweit die Frau mit sich selbst. Der Bilderrahmen ist jedoch so gesetzt, daß er zugleich den Mann – Adam wie auch seinen Schöpfergott – wirksam und für alle Zeiten von jeglicher Verantwortung für das Böse in der Welt freisprechen soll. Der Frau wird damit, von seiten des Mannes, das kulturelle Urmiß- trauen ausgesprochen, was einen fortwährenden Krieg der Geschlechter in Gang hält. Dabei hatte Adam sich doch als androgyne Gestalt entworfen. Lilith und Eva sind ausdrücklich als in einem männlichen Subjekt enthalten vorgestellt worden; damit spiegeln diese Frauenbilder in erster Linie die männliche Anima, um die es schlecht bestellt scheint, so zerrissen und ge- spalten, wie sie sich selbst und symbolisch darstellt.

*

Bitte bei Weiterverbreitung angeben:
* Zitate aus: Lilith, die erste Frau Adams, Vera Zingsem
© Überarbeitete Auszüge aus meinem Buch "Was würde die Liebe jetzt tun?", Kapitel 12


Teil 2: Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum
Teil 3: Die Jupiter-Lilith Konjunktion

Kommentare:

  1. Für die männlichen Leser:
    ich beanstande hier lediglich die patriarchale Sichtweise der religiösen Gedankenwelt - von der hoffentlich nicht mehr allzu viel übrig ist.

    Ich wünsche mir von Herzen, daß Mann und Frau wieder vorurteilslos miteinander umgehen können.

    Herzlichst Osira

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  2. Hi Osira,

    wirklich sehr spannend...von belustigend, bis leichter Übelkeit, war alles für mich dabei...schon erschreckend teilweise.

    Die Geschichte von Adam und Eva ist ist die erste Überlieferung von Projektion (Schuldzuweisung) und deren Auswüchse.
    Und deswegen ist dieses "mit dem Finger auf andere zeigen" (vgl. Adam/Biss in den Apfel/Eva hat ihn dazu verführt), keine Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, - wenn überhaupt - der einzige Sündenfall, den ich erkennen kann.

    "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst", oder moderner;
    "Lasse ab davon, deine Unzulänglichkeiten auf deinen Nächsten zu projizieren."

    Wollen wir mal hoffen, dass dieser Wahnsinn bald ein Ende findet...


    LG

    Agape

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  3. Hallo Osira,
    nächsten Monat wird meine 2. Tochter "Lilith" geboren und im babylonischen steht der Name für die pure Weiblichkeit. Es hat einen sehr tiefen Grund warum der Name so verunstaltet wurde und es läutete die Zeit ein, die nun zu Ende geht. Das kommende Zeitalter wird eine Hochzeit/Verschmelzung dieser zwei Gegensätze. Es hat auch etwas mit dem Weg zu tun den die meisten heute gehen. Es gibt den Weg des Lords und es gibt den Weg des Jahwe. Der Weg des Lords kommt nun zurück und mit ihm die Wahrheit. Jesus sprach es an: "Ihr habt euch den Teufel selbst zum Gott gemacht. (Joh. 8, 44) Und das jüdische Volk nennt ihn El Shaddai (Jahwe), den Scheitan = verworfener Engel. Wahrheit kann weh tun aber sie wird uns alle befreien.

    Danke für diesen klasse Artikel! Ich freue mich auf die anderen Teile.

    Beste Grüße, Licht und Liebe sendet
    der männliche Leser Blotterart ;-)

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  4. Liebe Osira,

    vielen Dank für diese Abhandlung. Ich muss Dir LEIDER zustimmen, dass der Mann über die Frau geherrscht hat bzw. noch dieses Verhältnis so besteht. Doch kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass ich eine Frau als Chefin hatte. dies war so wunderbar und in der -Firma stieg die Ethik und die Moral. Es war eine wunderbare Zeit.

    Heute habe ich mit meiner Lebenspartnerin ein "Matrichachart" als Lebensweise. Es funktioniert und wir achten, respektieren und ehren uns .

    Ich denke, nicht viele Männer haben es so gut ..... auch wenn ich von meiner Spezies still ausgelacht werde ( vielleicht ist des der Neid ? ) .

    Jedenfalls - ich möchte nicht mehr anderes wählen.

    Ein Mann

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  5. Liebe Osira, hier noch ein Beitrag zur Lilith, der mir sehr gut gefällt. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende und danke für die vielen informativen Artikel.
    Isabella

    Für eine Versöhnung mit Lilith

    von Marianne Wallach-Faller

    Jüdische Feministinnen verwenden gern die alte Form des Midrasch, um ihre Anliegen zu formulieren. Besonders um die Gestalt Liliths, der ersten Frau Adams (nach einer Interpretation des ersten Schöpfungsberichts), kreisen solche neuen Midraschim gern. Der folgende Midrasch übernimmt Elemente der alten Erzählungen um Lilith. Er schreibt aber auch den bekanntesten feministischen Midrasch weiter, Judith Plaskows "Das Kommen Liliths".
    Am Anfang schuf Gott Adam und Lilith aus dem Staub der Erde und blies ihnen den Lebensatem ein. Da sie beide gleich erschaffen worden waren, waren sie einander in jeder Hinsicht gleichgestellt. Adam, als Mann, passte dies nicht, und er verlangte von Lilith, dass sie sich ihm unterordne. Lilith weigerte sich, rief Gottes heiligen Namen an und flog weg. Sofort beklagte sich Adam darüber bei Gott. Gott schickte drei Boten zu Lilith, um sie zur Rückkehr zu Adam aufzufordern. Sonst werde sie bestraft. Lilith aber wollte nicht mit einem Mann zusammenleben, der sie nicht als Gleichgestellte behandelte, und sie beschloss, dort zu bleiben, wo sie war.

    Als Ersatz für Lilith „baute" (banah, 1. Mose 2. 22) Gott für Adam eine zweite Frau aus Adams Seite: Eva, die nun nicht mehr gleich wie Adam „erschaffen" (jazar, 1. Mose 2. 7), sondern als „eine Hilfe ihm gegenüber" „gebaut" wurde. Während des Schöpfungsprozesses wurde so, entgegen Gottes ursprünglichem Schöpfungsplan, die Frau verkleinert – so wie dies auch beim Mond gegenüber der Sonne geschehen war (Chullin 60 b).

    Adam und Eva waren zunächst glücklich miteinander. Mit der Zeit aber verspürte Eva gelegentlich Fähigkeiten in sich, die unentwickelt blieben, und Adam begann sich mit der angepassten Eva zu langweilen. Immer häufiger träumte er von Lilith, und eines Tages überstieg Adam, als Eva gerade am Kochen war, die Mauer des Gartens Eden, um Lilith zu suchen. Er dachte, ihr fehle sicher der Mann, sodass er sie leicht zu seiner Nebenfrau machen könnte. Als er Lilith fand, war sie gerade mit dem Studium der Tora beschäftigt – nicht unserer Tora aus Tinte und Pergament, sondern der mit schwarzem Feuer auf weisses Feuer geschriebenen Ur-Tora, die auf Gottes Knie ruht. Auch Adam studierte gelegentlich die Ur-Tora, und er gab vom Gelernten an Eva das weiter, was ihn für sie gut dünkte und ihm nützte. Lilith freute sich über Adams Besuch, da sie hoffte, mit ihm zusammen die Tora studieren zu können. Aber es störte Adam, dass sie gleich viel oder teilweise noch mehr wusste als er, und er weigerte sich, mit ihr zu lernen. Statt dessen versuchte er, Lilith zu seiner Nebenfrau zu machen. Als ihm dies nicht gelang, kehrte er zu Eva zurück. Nun begann er immer intensiver von Liliths unerreichbarer Schönheit zu träumen. Eva aber erzählte er (indem er die Situation umkehrte), dass Lilith nachts zu ihm geflogen komme, um ihn zu verführen. Sie sei eine Dämonin und mit dem Satan liiert.

    In Wahrheit aber interessierte sich der Satan weniger für die starke und gelehrte Lilith als für die angepasste und frustrierte Eva, der er Schlechtes über Lilith erzählte. Auch plante er die Vertreibung Adams und Evas aus dem Garten Eden. Eva war empfänglich für das Böse, das der Satan von Lilith erzählte, und sie glaubte auch Adams verdrehte Geschichten über Lilith.

    Inzwischen machte Lilith, die völlig allein war, hin und wieder den Versuch, in die menschliche Gemeinschaft im Garten zurückzukehren. Nach ihrem ersten vergeblichen Versuch, die Mauern zu durchbrechen, verstärkte Adam die Mauer, und Eva half ihm sogar noch dabei. Dabei erhaschte Eva einen Schimmer von Lilith und sah, dass sie eine Frau war wie sie.

    1.Teil

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  6. 2.Teil
    Jetzt hätten bei Eva eigentlich Zweifel aufkommen sollen, ob die Geschichten Adams und des Satans, Lilith sei eine Dämonin, wirklich stimmten. Sie hätte sich eigentlich bemühen sollen, Lilith als andere Frau, als Schwester wirklich kennenzulernen. Eva und Lilith hätten so gemeinsam die Verkleinerung der Frau wieder rückgängig machen, damit den ursprünglichen Schöpfungsplan verwirklichen und die Erlösung herbeiführen können. Sie hätten dabei die Unterstützung Gottes gehabt, da Gott wachsende Probleme mit Adam hatte, der sich mehr und mehr mit Gott identifizierte und immer mächtiger wurde.

    Doch das Gift, das Adam und der Satan Eva eingespritzt hatten, war stärker. Statt sich zu fragen, was sie in ihrem Leben und in ihrer Beziehung zu Adam ändern müsste, um aus ihrer Unzufriedenheit herauszufinden, stilisierte sie sich (zumal sie inzwischen einen Sohn geboren hatte) zu einer Art rundum glücklichen Muttergöttin hoch, wozu Adam sie auch noch ermunterte. Gleichzeitig blickte sie voll Verachtung auf die gelehrte Lilith, die Gleichstellung mit Adam wollte. Sie dichtete Lilith alles Böse an, das sie in sich selbst verspürte und das dem strahlenden Bild, das sie sich von sich selbst machte, widersprach.

    Als Eva eines Tages der Gartenmauer entlangspazierte, sah sie einen jungen Apfelbaum, den sie und Adam einst gepflanzt hatten und dessen Zweige über die Mauer hinüberhingen. Sie kletterte hinauf und schaute über die Mauer. Drüben hatte Lilith auf diesen Augenblick gewartet und kam voll Freude zu Eva, in der Hoffnung, in ihr eine Schwester zu finden. Eva jedoch wollte nur die Gelegenheit benützen, um alles Dunkle in sich auf Lilith zu laden und sie damit in die Wüste zu schicken. Sie warf Lilith alle Verleumdungen an den Kopf, die ihr Adam und der Satan über Lilith eingeflüstert hatten, und beschimpfte sie als ehrgeizige Egoistin, die nicht bereit sei, sich für Adam aufzuopfern, und die nicht geduldig warten konnte, bis Adam ihr gewisse Dinge zu tun erlaubte. Lilith wandte Eva enttäuscht den Rücken zu und ging weg.

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  7. 3.Teil
    Seither wartet Lilith jedes Jahr, wenn die Zeit von Rosch Haschana, dem Geburtstag der Schöpfung, und von Jom Kippur, dem Versöhnungstag, herannaht, darauf, dass Adam und Eva zu ihr kommen, um sich mit ihr zu versöhnen, damit sie gemeinsam die Verkleinerung der Frau rückgängig machen und so den ursprünglichen Schöpfungsplan verwirklichen und die Erlösung herbeiführen können. Die Söhne Adams und die Töchter Evas und Liliths tragen den Zwiespalt zwischen den ersten Menschen bis in unsere Zeit weiter. Bis heute werden Liliths Töchter weiter ausgegrenzt. Die Zeit von Rosch Haschana und Jom Kippur wäre ein guter Zeitpunkt, um dies zu überdenken und sich zu versöhnen – und um den ursprünglichen Schöpfungsplan endlich zu verwirklichen.

    Marianne Wallach-Faller (1942-1997) hat in Deutschland und in der Schweiz mit ihren Vorträgen immer grössere Beachtung gefunden. Ihre Texte nehmen orthodoxe jüdische Traditionen auf und bringen sie mit feministischen Fragestellungen ins Gespräch. Der hier publizierte Midrasch stammt aus dem im Oktober 2000 erscheinenden Buch "die Frau im Tallit - Judentum feministisch gelesen" herausgegeben von Doris Brodbeck.

    Musste es leider in 3 Teilen senden.
    Ich finde, dass es auch heute noch oftmals so abläuft und die Männer den Frauen "ihren" Platz streitig machen; vor allem im Berufsleben.Machtspielchen eben, die nur sehr schwer aus den Köpfen zu bekommen sind. Aber wir arbeiten daran;-))

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    Antworten
    1. Liebe Isabella!
      Danke für diese Information. Sehr Interessant und ich glaube, das trifft den Nagel auf den Kopf. Bei dieser Betrachtungsweise kann jeder für sich das Liliththema anschauen und dadurch bearbeiten. Es zeigt genau unsere Gesellschaft. In jeder Frau sind Teile von Maria und Lilith. Jetzt gilt es nur sie zu versöhnen
      Lg Waltraud

      Löschen
  8. Danke für den Artikel von einer LeserIN! :)

    Hab mich zwar selbst schon mit Lilith befasst, aber wieder neue Aspekte dazu durch dich erfahren!

    Mann und Frau können lernen, gut miteinander umzugehen, wenn sie erstmal aufhören, die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu FORDERN und sich gegenseitig zuzuhören und sich ernstzunehmen.
    Es gibt da auch ein hilfreiches Buch: "Das Buch für Paare, die es bleiben wollen"
    Von Nick Duffell und Helena Lovendal


    LG

    Bea

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  9. Liebe Osira,
    einiges wusste ich bereits über die Geschichte von Lilith, aber hier kann ich wieder mal dazulernen. Danke dafür
    Herzlichst
    Anita

    AntwortenLöschen
  10. Ich danke dir für diese hervorragende Ausarbeitung. Ich finde deinen Text und die darin enthaltenen Informationen als auch Appelle genial gut umgesetzt. DANKESCHÖN <3. Zudem inspirierst du mich, mein Buch über Lilith i.w.S. nun wieder aufzugreifen und zuende zu schreiben. NOCHMAL DANKESCHÖN !

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Osira,

    der Artikel hat mir gefallen und ich werde mich ein wenig mehr mit Lilith beschäftigen. Was das Verhältnis Mann zu Frau angeht, machen beide Seiten Fehler. Die Frauen verlieren ihre Weiblichkeit, müssen/sollen ihren Mann bzw. im Beruf stehen und das ist politisch korrekt und auch gewollt (sieht man in vielen TV-Krmis). Die Männerwelt reagiert darauf hilflos und passt sich an. Ich mache da nicht mit, was nicht heist, das ich das Patriarchat für gut finde, nur die Männer sollten sich nicht zuviel anpassen und auch zeigen das sie Männlichkeit besitzen.

    die Simpsons, die von 3 Frauen erzogen wurden. Böse Zungen sagen auch "versaut"

    AntwortenLöschen
  12. Hi ihr Lieben,
    danke für die rege Beteiligung am Thema. Ich freue mich besonders über die neue annehmende Sichtweise der männlichen Leser. Über den neuen Umgang der Geschlechter werde ich in einem späteren Artikel schreiben.

    Übrigens haben wir nicht nur europäische Leser, sondern viele aus den US, aus Russland, und besonders freue ich mich über LeserInnen aus Ägypten und den Emiraten.

    Werde erst am Abend wieder Kommentare freischalten können, mein Garten ruft ... schönes Wochenende!

    Osira

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  13. Mir scheint, daß es wohl kaum eine bessere Methode gibt, sich in Richtung liebevollen Verstehens, Einfühlsamkeit usw. zu entwickeln, als der Unterdrückung anheim zu fallen.
    Denn wenn ich jemandens Willkür ausgeliefert bin, tue ich gut daran, den Unterdrücker möglichst gut zu verstehen ... z. B. lernten in der Kolonialzeit die Einheimischen die Sprache ihrer Herren.(Natürlich gezwungenermaßen, aber wohl auch aus eigenem Interesse) Umgekehrt war das eher selten der Fall.
    In dem jetzigen Polaritäts - Spiel zwischen Männern und Frauen gelten wir oft zu Recht (Ausnahmen bestätigen die Regel) als die Einfühlsameren. Als wir geherrscht - pardon, gedamt haben, mag das umgekehrt gewesen sein.
    (Noch etwas unausgegohren, der Gedanke, aber versteht Ihr, was ich meine ?)
    Liebe Grüße, - mit der Hoffnung auf ein baldiges schöneres Spiel -
    Katinka

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  14. Lilith war mein Lebensthema,das ich, "Gott sei Dank",hinter mich gebracht habe.

    LG Rolf

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  15. Die erste Astrologie war eine Mondastrologie. Deswegen werden Heute noch die alten religiösen Feste vom Mond bestimmt. Bei Lilith ist auch der Sippen- und Rassenwahn verwurzelt.
    Sie ist die Göttin der Nacht, die Königin von Saba, im Widderzeitalter ist sie die Dämonin Lillake, Urmutter, die Sohpie, Freya, die ägyptische Herrscherin Nut, die weibliche Sphinx, in Indien die Göttin Kali, die schwarze Barbara in der Karibik, überall wo eine schwarze Puppe oder Figur angebetet wird, Mantren, auch beim ritmischer Musik, wobei man mit der Astrahlwelt in Kontakt kommt, wie z.B. beim Voodo ist Lilith beteiligt.
    Die Lilie wird ihr zugeordnet und überall wo eine Lilie gezeichnet ist, wie z.B. in einen Wappen, ist es ein Hinweis auf Lilith!
    Der heute gebräuchliche Name Lilith leitet sich vom hebräischen Lilah ab und dieses Wort bedeutet Aie Nacht. Diese bezeichnende Ableitung, Lilith für den Schwarzen Mond, kam vom bekannten englischen Kabbalisten und Astrologen "Sepherial", welcher den 1. Weltkrieg für 1914, mit all seinen Konsequenzen, lange vorher prophezeite
    Gegenden und Orte der Lilith sind Schlösser welche von Geistern oder Dämonen belegt sind, Geisterstätte, alte Kultstädte, Hexenverbrennungsstädte, Schlachtfelder, von Astrahlwesen belegte Wohnungen und Häuser.


    Gruß Manuel

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  16. Und das, lieber Manuel, sind eben all die negativen Auswüchse, mit denen Lilith im Laufe der Zeit belegt worden ist, und es wird Zeit, daß wir damit aufräumen und ihr wahres Wesen begreifen, an uns heranlassen und sie lieben, wie sie es verdient hat.

    Liebe Grüße Osira

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  17. Nun jeder macht da eben andere Erfahrungen und was soll eigentlich daran so Schlecht sein?
    Sie ist mit den Jenseits verbunden, sie mag sich zwar nicht mit Kindergroßziehen befassen, doch sie ruft die Seelen ins Jenseits und führt sie auch wieder dort in die materielle welt wieder zur wiedergeburt wieder raus.
    Sie vergißt jedoch nichts, deswegen ist Lilith auch im krebs erhöht und sorgt eben, das altes karma getilgt wird, auch wenn dies z.-b. auf schlachtfeldern geschieht. Das mittelalter- das fischezeitalter hat zuviel Karma aufgebaut, was nicht so leicht bzw. in einen leben wieder abgebaut werden kann.
    Z.b. das radix von kriegsende weltkrieg II hier ist die rückläufige Lilith im 10.haus skorpion in opposition zu Nessus und zeigt die ganze Tragig des krieges oder auch die zahlenmäßige toten noch in den letzen kriegstagen.
    Klar gibt es auch mehr positives (wenn man in geburten was positives sieht und im tode was negatives), sie ist somt auch mit Geburten mitbeteiligt. Als frau übernimmt man nun je nach Radix diese lilithaufgaben und als mann bekommt man es mit den frauen im leben zu tun, die Lilith im radix anzeigt.
    Hier kann man auch eine Familienaufgabe oder mit der familie im Jenseits verbunden sein.
    Gebe dir gerne radixdaten und Beispiele dazu.

    Freundliche grüße Manuel

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  18. Hi Manuel,
    also ich sehe weder in Tod noch in Geburt Negatives. Oben hast du z.B. die Göttin Freya mit genannt. Ist ja auch die Göttin des Frühling, des Wiedererwachens, Der Fruchtbarkeit, der Weiblichkeit. Viel wurde verkehrt im Kali-Yuga. So langsam erkennen wir die Wahrheiten wieder und damit auch die Denkfehler der vergangenen Jahrhunderte. Es gibt einen ganz bestimmten Grund warum gerade Lilith so dämonisiert wurde. Osira kommt der Sache sehr nahe. Fündig wird man wiedermal in Ägypten und Babylon. Es schmeckt nur einigen Leuten nicht was man da findet.
    Beste Grüße
    Micha

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  19. Verteufelt wurde Lilith erst patriarchalen Zeitalter des Stiers. Leider ist Lilith der "Nimbus" des Bösen, der mittelalterlichen Denkweise, geblieben. Wer sie im Horoskop beachtet, der weiß wie tragisch sie mit menschen aus alten Sippenkräften verbinden kann.
    Trotz der geschichtlichen Schattenseite Lilith steckt doch mehr Gutes hinter diesem Schattenpunkt. Wie schon erwähnt, nennt man Sie die Seele, die als Amphore im Universum, im Weltmeer der Seele der versenkt ist, Dies sei bezüglich dem Geist, der hinter der Seele steckt, erwähnt, SIE ist das unbewusste Gefäss, welches das Wissen aller Gefühlsbeziehungen, aller irdischen Gezeiten (Geh Zeiten) Seelen der Lunarsphäre (aus allen früheren Inkarnationen und Beziehungen) in sich hat.
    Die weibliche Macht im irdischen Raum und die bindenden Energien mit der Astrahlwelt, Geisterwelt und allen andereen Formen wie Gnome, Undinen, Nixen, Salamander. Zugang zu den Seelenführern.Weibliche Sprachrohr der Astrahlwelt welche mit den Planeten im irdischen verknüpfen
    Oft hat sie, ähnlich wie Pluto und Neptun, eine Beziehung zum Fatalen, wo karmische Zeitabläufe am Werk sind, wobei dann karma beglichen wird aus fernen Zeiten oder die Astrahlwelt im Irdischen eingreift.
    Dies geschieht dann, wenn wir an sowas gar nicht denken!
    Dies mußte ich mit meiner rückläufigen Lilith 1.haus Konjunktion am Asz. schon mehrmals im leben erfahren.
    Habe zur Zeit im Progressionshoroskop den progressiven Mars in Konjunktion zur radixlilith im 1.haus und am 10.februar 2012 ein Messer im rücken gerammt bekommen.
    Mars ist das Messer und Lilith die frau.
    Dies ist kein Scherz! Auslöser war jedoch die transitkonjunktion von Nessus, neptun und Sonne, die nun in Opposition zu mein asz. standen und im Quadrat zu mein radixnesus und MC stand. Auslöser war somit die Sonne.
    Die Täterin hatte nun zufällig im Radix eine Lilith/Mars Konjunktion.
    Ihre Augen waren verdreht, da wußte ich, das sie fremdbesetzt war wahrscheinlich von niederen Astrahlwesen. sie hatte auch viel Alkohol getrunken und wahrscheinlich Drogen genommen.
    Normalerweise überlebt man so ein stich nicht, jedenfalls nicht ohne gesundheitliche Störungen.
    Ich hatte nun das Glück dabei (wahrscheinlich mein Radixsextil Pluto/Jupiter), das ich die anderen Messerstiche abwehren konnte, ihren Arm mit den Messer erwischte und der Stich ca. 5cm über den Herzen war, genau zwischen wirbelsäule und Schulterblatt. Eine reine fleischwunde, die Heute ganz verheilt ist, außer die Narbe, die ich nun habe.
    Wenn die wirbelsäule getroffen währe, währe ich querschnittgelähmt, wenn das schulterblatt getroffen währe hätte ich nun eine hängende Schulter
    Bei bedarf gebe ich gerne meine geburtdaten an, bin allerdings Morgen mit der bahn unterwegs zum Bodensee?

    Gruß Manuel

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  20. Lieber Manuel,
    es ist ja höchst interessant was du schilderst, nur möchte ich nicht den Eindruck erweckt sehen, daß Lilith uns solche Erfahrungen serviert - das muß man jeweils genauer betrachten, wie du als Kollege ja weißt.

    Schön finde ich jedoch deinen Hinweis, daß sie das Gefäß ist für alle Gefühlsbeziehungen, die wir je hatten.

    Es tut mir leid, was du da erlebt hast, und ich wünsche dir erfreulichere Erfahrungen. Was sagt denn der Herrscher des Südknotens dazu?

    Liebe Grüße Osira

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  21. Liebe osiris,

    Natürlich ist dies keine allgemeine Lilithjerfahrung, man erfährt eben Lilith so, wie sie im radix angezeigt ist. Transite, Progressionen, Direktion usw. sind dann die auslöser der lebensthemen.
    Dies hat dann meist gar nichts mit diesen jetzigen leben zu tun, doch wir bearbeiten da nach meiner meinung mehrere frühere leben gleichzeitig, dann kommt noch Familienkarma und Sippenkarma dazu. Karma aufarbeitung für z.b. familienmitglieder im Jenseits, die ja irdisch nicht wirken können?
    Den Unfall habe ich schon abgehagt, mit Pluto und Lilith am Asz. habe ich natürlich schon oft den tode ins auge geblickt, doch der messerstich war schon heftig. Hatte ca 1-2 Liter blut verloren.
    Herrscher von mein südl.Mondknoten ist die Sonne und die war Auslöser mit der Konjunktion zu Nessus und Neptun am 10 februar.

    Gruss Manuel

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  22. Shri Aurobindo war ein indischer weiser Mann, der Lehrer von Mahatma Gandhi und sagte sinngemäss, dass eine gütige Macht uns den Schleier des Vergessens bei unserer Geburt verlieh und wir sollten nicht versuchen, ihn zu heben, damit wir unbeschwert in die Zukunft schreiten können, andernfalls sei die Gefahr zu gross, uns in der Nacht der Zeit des Vergangenen, die unendlich ist, zu verirren und zu verlieren. Ein grossartiger Gedankengang, finde ich.
    Wenn ich mir die Resultate von allzuviel modisch "esotherischen" und Psycho-Disziplinen anschaue, dann kann ich Döbereiner verstehen, der meint, das wäre wie ein Überschwemmung aus dem Unbewussten, in dem man leicht ertrinken könnte....

    Ich glaube, es ist besser sich auf eine einzige Disziplin zu konzentrieren, hier wäre es eigentlich die Astrologie. Schon die hochmodische Beschäftigung mit all den Asteroiden verwirren nur die Sicht auf die Zusammenhänge der Planeten, die zu verstehen schon komliziert genug ist. Die Lilith-Themen beispielsweise sind meiner Ansicht bestens in Pluto erkennbar...

    Was das Karma angeht, so lachte Aurobindo herzlich darüber. Es sei so allzumenschlich angelegt, so als ob "Gott" ein pingeliger Buchhalter mit Ellebogenstutzen wäre, der akribisch alles aufschreibt, was wir so alles anstellen im Laufe unseres Lebens :o)
    Erst wenn wir solche revanchistischen, Auge um Auge - Zahn um Zahn-Gebilde hinter uns lassen können, werden wir zu freien Wesen.

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    1. So sehr ich mir auch Mühe gebe, kann ich doch keine Verbindung zwischen seichten esoterischen Gewässern und den Asteroiden herstellen. Diese stellen wesentliche Zwischenaspekte dar, die man als Transformatoren zwischen den persönlichen und gesellschaftlichen Planeten sehen kann. Himmelskörper können keine Modeerscheinung sein; schließlich sind sie nicht heute grün und morgen blau. Im Gegenteil lehrt die Erfahrung mit ihnen, wie wichtig ihre Bedeutung ist.

      Und Lilith auf Pluto zu reduzieren - ausgerechnet ... Lilith leidet unter plutonischen Mechanismen, das sollte dieser Artikel eigentlich deutlich gemacht haben. Wobei meine Intention noch gar nicht verstanden sein kann, ohne die Fortsetzungen zu kennen - da kommt noch mehr, wer Lilith eigentlich ist ...

      Und Döbereiner ist zwar ein Genie, aber er ist nicht Gesetz. Habe lange genug gebraucht, das zu sehen ...

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  23. es ist schön so viele gegenteilige meinungen zu lesen,
    jeder kann sich den schuh anziehen, der ihm zu passen scheint,
    doch da es die absolute wahrheit nicht geben kann, läßt sich weiterhin darüber trefflichst diskutieren;-))
    lg hugobruno

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