Die Kritik am Ausgang der Berlin-Wahl ist beißend heute für die Regierungskoalition, auch aus dem Ausland. Kein Wunder, denn sie hat in den letzten Monaten alles, aber auch alles getan, um sich in eine national und international unmögliche Situation zu bringen.
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| Regierungskoalition mitten im Leben |
Dies zu klären ist schon deshalb schwierig, weil sich die unterschiedlichsten Pro- bleme zu einem wahrhaft an- sehnlichen und verfilzten Knäuel verwickelt haben, wel- ches durchaus das Potential hat, zu einem Chaotischen Knoten aufzuwerten. Frau Merkel hat es nicht leicht. Da ist zum Einen die glorreiche EU-Ideologie, die sich in ihrem Stirnchakra fest eingebrannt hat und somit unbedingt zu befolgen ist; dann sind da die drängenden Sorgen um den €uro, der anscheinend Bulimie hat und immer weniger wird; nun hat sie alles mögliche getan und gleich mehrere Rettungspakete gepackt (haben wir früher in der Schule auch gemacht und zu Weihnachten in die Ex-DDR geschickt), die jedoch nicht das halten, was sie versprochen haben; dann hat das BVerfG auch noch Hürden für den dauerhaften Rettungsschirm ESM verkündet; derweil mokieren sich immer mehr Abgeord- nete dagegen, auch in den eigenen Reihen; und da erdreistet sich doch der junge Vize- kanzler, auf den sie so große Stücke hielt, einen Plan B ins Spiel zu bringen, obwohl sie immer noch an Masterplan A festhält.
Die Wähler haben die FDP mit sagenhaften 1,8% bedacht. Trotzdem wie trotzig beharrt die FDP auf ihrem Plan B, Griechenland aus dem €uro gehen zu lassen. Dies wäre vielleicht eine Möglichkeit, würde sich nicht das Gefühl einschleichen, daß hier ein 'Sohn' gegen seine 'Mutter' aufmüpft. Für spätpubertäre Profilierungsgebaren ist jetzt aber keine Zeit.




