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Rudolf Steiner

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Donnerstag, 3. September 2015

Der Schmerz der Kühe

Johannes Halsmayer

Die Kühe. Und die Hörner; vielmehr: die Kühe ohne Hörner. Es tut mir jedes Mal weh, wenn ich Kühe ohne Hörner sehe. Es gibt ja schon Schulbücher mit Bildern von Kühen ohne Hörnern: So sehen Kühe eben aus. Pragmatisch, realistisch – und eine dreiste, unverschämte Lüge.


Im Großen und Ganzen habe ich „verstanden“, dass das Enthornen der Kühe unter ande- rem ein Begleitumstand der so genannten „artgerechten“ Tierhaltung ist. Auch das macht mich traurig, und wütend: wegen des Zynismus und der Perversion, die ich in dieser „Argu- mentation“ erlebe. Nach den Emotionen bleibt jedenfalls ein tiefes Mitgefühl – für die be- troffenen Tiere, und für die betroffenen Menschen: die diesen Widersinn weder bemerken noch fühlen, weder empfinden wollen noch dürfen – weil solch ein Erleben mit den alltäg- lichen Erfordernissen ihres Berufes bzw. Erwerbes einfach nicht zu vereinbaren wäre.


So ist es auch wenig verwunderlich, was über dieses Thema gemeinhin zu hören ist. Dass die Kühe es ja ohnehin nicht spüren, wenn man ihnen die Hörner „entfernt“ (ich will gar nicht genau wissen, wie); und dass es so einfach „besser“ ist. Weil sie (einander) dann nicht stoßen können, mit den Hörnern eben. Und jüngst sagte mir ein – wirklich ganz lieber – Bio-Bauer, dass er auch keinen Wesens-Unterschied wahrnehmen würde: zwischen den Kühen mit und solchen ohne Hörnern.

Ich habe zwei Jahre auf Bauernhöfen gearbeitet, wo es noch den guten alten Anbinde-Stall gab. Jede Kuh hatte im Stall ihren angestammten Platz, den sie kannte, der ihr vertraut war, den sie auch ganz selbstverständlich aufsuchte, wenn sie abends von der Weide wie- derum herein kam zum Melken. Dann streckten alle den Kopf durchs Gatter nach vorne, und ein Riegel wurde umgelegt, sodass der Melker einigermaßen Ruhe hatte bei der Ar- beit, während die Kühe am Fressen waren. Wenn alle fertig waren, wurde die Verriegelung wieder geöffnet – alle zogen den Kopf zurück, und legten sich, je nach Bedürfnis früher oder später, zur Ruhe. Bis dahin konnte dieser Platz relativ leicht sauber gehalten und mit frischer Einstreu versorgt werden, sodass die Kühe sauber zu liegen kamen, und selbst sauber blieben. Und welch ein Friede, wenn man später noch einmal in den bereits dun- klen Stall kam! Das hing natürlich sehr von der Qualität ab, in welcher der Stall überhaupt geführt wurde; gewiss konnte auch in einem Anbinde-Stall Lieblosigkeit Platz greifen. Ich hatte das Glück, bei einem Bauern zu arbeiten, welcher seine Kühe nicht nur namentlich kannte, sondern auch immer wieder zärtlich streichelte, ja liebkoste.

Nun konnte man einwenden, dass die Kuh an ihrem angestammten Platz eben auch angebun- den, ja angekettet war. Zudem schien sie im An- binde-Stall verdammt zu anhaltender Bewegungs- armut, vor allem im Winter. Freilich konnte man den Kühen jederzeit entsprechend Auslauf ver- schaffen - das bedeutete allerdings zusätzlichen Aufwand.

Dann kam eben der Freilauf-Stall. Wenn nun die Kühe frei laufen dürfen, entwickeln sie in stärkerem Maße wiederum ein artgerechtes Herdenverhalten. Da geht es unter anderem um Rangordnung, und um entsprechenden Abstand vonein- ander. Dafür braucht es aber genügend Platz – einen Platz, den der „artgerechte“ Frei- laufstall allerdings in den wenigsten Fällen zu bieten hat. Dazu müsste er nämlich ziemlich groß sein (dann würden die Kühe freilich auch weniger in ihrem eigenen Mist stehen bzw. liegen müssen) – und dann wäre so ein Stall auch ziemlich teuer. Und so sind die Ställe eben meist zu klein, und die Kühe bekommen ganz artgerecht Stress, und beginnen einander ganz artgerecht mit den Hörnern zu stoßen. Und dann gibt es Verletzungen, die natürlich keiner will – also weg mit den Hörnern: So die Denkfigur, soweit sie sich mir erschlossen hat.

Nun schauen Sie aber einmal mit dem Herzen hin, mit einem offenen Herzen! Betrachten Sie eine Kuh, der man die Hörner genommen hat: ein irgendwie sinnlos, deplatziert wir- kender Höcker am oberen Ende des Kopfes, insgesamt ein etwas dümmlich-stumpfer, irgendwie entwurzelter und trauriger Ausdruck. Und daneben eine Kuh mit Hörnern – so- fern Sie das Glück haben, einer solchen überhaupt noch ansichtig zu werden: Der ganze Kopfaufbau wirkt anders, mit viel mehr Aufrichte- Kraft – und welch erhabener, würdevoller Ausdruck insgesamt, welch weisheitsvoll verinnerlichter Charakter! Warum wohl wurden die Häupter der ägyptischen Göttinen Hathor und Isis vielfach dargestellt mit Kuhhörnern – die gelegentlich auch eine Sonnenscheibe trugen? Rudolf Steiner, unter anderem Begrün- der der biologisch-dynamischen Landwirtschaftsmethode, hat die Hörner der Kuh einmal als ihre „Antennen zum Kosmos“ bezeichnet – unerlässlich auch für eine wesens- gemäße, „artgerechte“ – und damit gesunde – Verdauung und Milchbildung. Für ein fühlendes Schauen sind solche Gesichtspunkte leicht nachzuvollziehen.

Abgesehen davon, was es für das Wesen der Kuh bedeutet: Welche Milch – und welches Fleisch – haben wir dann aber zu erwarten von Tieren, die – aus zweckorientierten Grün- den – dieses wesentlichen Teiles ihrer körperlichen Existenz beraubt und erbärmlich ver- stümmelt wurden? Um nochmals nachzufühlen, was ich mit Zynismus und Perversion meine, setzen Sie hier statt „zweckorientiert“ einfach „artgerecht“.

Das „genossene“ Produkt ist jedoch nur ein Weg, auf dem wir möglicherweise Konsequen- zen unserer Handlungsweise erfahren. Die wesentlichere Frage ist wohl: Was bedeutet es für die Beziehungen unter uns Menschen, ja zu uns selbst, wenn wir uns anderen Wesen gegenüber derart fühl- und respektlos verhalten?

„Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen. 
Alle Dinge sind miteinander verbunden. 
Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde.“

Chief Seattle

Wir können auch umgekehrt sagen: Wie wir mit uns selbst und unseren Mitmenschen um- gehen, so werden wir auch die Tiere, ja die gesamte Schöpfung behandeln. Einem wachen fühlenden Blick ins Zeitgeschehen werden sich unschwer Zusammenhänge erschließen.

Am geschilderten Beispiel mit den Kühen tritt meines Erachtens in besonders zugespitzter Weise ein Widerspruch zu Tage, der im Begriff bzw. Anspruch der – noch so gut gemeinten – „artgerechten Tier-Haltung“ liegt: denn welchem Tier wird man schon „gerecht“, wenn man es hält? Ohne all die vielen einschlägigen Bemühungen schmälern zu wollen: artge- recht reimt sich in meinen Ohren allzu leicht auf selbstgerecht, klingt nach Alibi und schlechtem Gewissen. Oft scheint dabei auch – gerade bei „Bio“– als ideeller Maßstab das Bild der nicht domestizierten Form im Hintergrund zu schweben.

Ich halte das für ebenso unnötig wie irreführend. Haustiere sind mit den entsprechenden Wildformen nur sehr bedingt vergleichbar – konsequenterweise müsste man sie als eine je eigene Art betrachten: zu der eben die Nähe zum Menschen bzw. die Abhängigkeit von ihm wesensgemäß hinzugehört. In diesem Sinne müsste allerdings als eine weitere, ent- scheidende Konsequenz in die Betrachtungen über artgerechte Tier-Haltung etwas mit einbezogen werden, was für mein Empfinden bislang meist vollkommen ausgeblendet bleibt: das Wesen des Menschen, und seine Art. Aus welchen Motiven hält ein Menschen ein Tier, was ist seine Haltung, und wie gestaltet er seine Beziehung zum Tier? Diese Frage hat neben dem allgemeinen durchaus einen sehr individuellen Aspekt – dies im Hinblick auf die heute so „beliebten“ Verordnungen, die dem Einzelnen nur noch eine Verantwortung überlassen möchten: ihnen eben nachzukommen.

Im besten Falle wird die Beziehung zum Tier getragen sein von Respekt und Mitgefühl, wenn nicht von Liebe. Und von Dankbarkeit: dass das Tier sich dem Menschen mit seiner Arbeitskraft und/oder seinen „Produkten“ zur Verfügung stellt. „Ehrfurcht vor dem Leben“ hieß es bei Albert Schweitzer. Aus einer solchen Haltung wird sich eine entsprechende Tier-Haltung ergeben. Und da mag es durchaus sein, dass sich ein liebevoll gepflegter Anbinde-Stall mit gehörnten Rindern als viel „artgerechter“ erweist als ein noch so gut gemeinter Freilaufstall – in dem die Kühe das bisschen Mehr an „Freiheit“ mit dem Verlust ihrer Hörner bezahlen müssen.

*
Die Kuh, die lacht – „La vache qui rit“ – ist der Name eines bekannten französischen Schmelzkäses. Wie viel oder wie wenig Grund sie auch sonst zum Lachen haben mag: die Kuh auf der Verpackung hat immerhin noch Hörner. Lassen Sie mich nun erzählen von einer Kuh, die weint.

Vor einiger Zeit war ich drei Tage allein unterwegs im Gebirge. Ohne in irgendeiner Weise danach gesucht zu haben, zeigte es sich, dass mir die Kuh zu einer Art Weg-Begleiterin wurde.

Am ersten Abend hatte ich mein Lager in einem kleinen Wäldchen aufgeschlagen. Bis weit in die Dämmerung hinein brüllten auf der Weide draußen die Tiere, wie ich es sonst nur kannte, wenn sie auf dem Rückweg zum Stall vor einem geschlossenen Tor warten muss- ten, wenn sie Hunger oder Durst hatten, oder wenn niemand zum Melken kam. Nach einiger Zeit ging ich nochmals nach draußen zur Herde, um nachzusehen – ohne allerdings einen Grund für das anhaltende Gebrüll zu finden: Wasser gab es genug, Gras ebenso, und zur nahe gelegenen Alm hätten sie ohne weiteres selber gehen können. Zurück blieb der Eindruck, dass die Tiere sich irgendwie vernachlässigt bzw. im Stich gelassen fühlten. Am anderen Morgen, um vier Uhr, ging es dann wiederum los.

Im Verlauf dieses – zweiten – Tages fügte es sich, dass mir zum Thema Hörner ein unmit- telbarer, eindrücklicher Vergleich vor Augen geführt wurde. Schauen – und fühlen – Sie selbst.


Dann der dritte Tag. Schon am Morgen treffe ich, oberhalb der Baumgrenze, wiederum auf eine Herde von Jungvieh und Kühen. Meiner Erfahrung nach sind die Tiere in derart exponierten Situationen nicht unbedingt zugänglich; da auch ich gerade keine Lust auf „Kontakt“ habe, will ich meinen Weg eigentlich an der Herde vorbei nehmen. Plötzlich jedoch brüllt eine von ihnen – und die ganze Herde kommt auf mich zu gerannt. Die Tiere drängen sich förmlich an mich heran, wie mit einem stummen Anliegen; möglicherweise erwarten sie auch einfach nur Salz von mir. Ich jedenfalls freue mich – freue mich über diese unverhoffte Zuwendung, über die verschiedenen Physiognomien, und über die wunderbar sauberen, augenscheinlich gesunden, wenn auch großteils enthornten Tiere.


Ein wenig später kommt es dann zur letzten, entscheidenden Begegnung. Wiederum führt mich mein Weg durch eine weitläufig im Gelände verteilte Herde. Da kommt unvermittelt, nachgerade absichtsvoll eine der Kühe auf mich zu. Ohne die „übliche“ Zurückhaltung schiebt sie mir ihr feuchtes Maul entgegen, lässt sich ein wenig kraulen. Ganz plötzlich drängt in mir ein Impuls herauf, dem ich ganz spontan Folge leiste: Stellvertretend für alle Mitglieder unser beider Rassen bitte ich die Kuh um Vergebung – für das, was ihr und ihnen da angetan wurde, und immer noch wird. Die Kuh schnaubt, ruckt mit dem Kopf auf und ab – und da sehe ich, wie dicke Tropfen aus ihren Augen springen. Kaum traue ich meinen Augen, schaue nochmals hin: Tatsächlich, die Kuh weint...

Und ich will gar nicht wissen, ob es dafür vielleicht auch irgendeine bloß physiologische Erklärung gibt. Ich halte mich an mein Gefühl: dass in diesem Augenblick wirk-lich etwas geschehen ist.

Kommentare:

  1. Intensive Tierhaltung bringt nun mal sowas mit sich. Deshalb einfach Lösung -> von Pflanzen ernähren.
    Für Milch z.B. müssen Kälber von der Mutter getrennt werden.
    https://www.youtube.com/watch?v=IzOjqeKdYn8

    Eine Wiese sehen aber nur ein winziger einstelliger Prozentzsatz der "Nutztiere". Wer sich für die sehr tiefen Abgründe in dem Thema interessiert.
    http://www.earthlings.de/

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  2. VIELEN DANK FÜR DIESEN INFORMATIVEN UND SENSIBLEN BERICHT !!!! Mir sagte neulich eine Frau, die ganz stark unter Allergien leidet und jeder in der Familie hat eine andere und alles ist deswegen sehr kompliziert, dass die Milch von Kühe, wenn sie nicht enthörnt werden, keine Laktose-Intoleranz provoziert. Wir leben im Weserbergland, umgeben von schönen Wiesen und viele werden von Kühen beweidet, aber grad bei uns gibt es kaum Bio-Höfe und die gute Milch wird mit der andern, aus den großen Ställen einfach vermischt. Es ist nur mit viel Geld möglich, dem Verbraucher unsere guten Produkte anzubieten. Es leistet sich fast niemand, weil Gesetze jede natürliche Beziehung zur Natur einschränken. Ich plädiere natürlich auch für vegan, der einzige Ausweg. Übrigens habe ich sehr positive und sättigende Ergebnisse wenn ich Gras von der Wiese in den Blender gebe, zusammen mit Obst nach Wahl und Reissirup (z.B.) ein richtig gutes Essen.

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  3. Liebe Osira,
    als HP habe ich mir kürzlich einen Fachvortrag der Kollegin und Demeterbäuerin Susanne Schwärzler aus dem Allgau angehört, bei dem es um das Thema "behornte und unbehornte Kühe" ging. Vor Jahren referierte bei uns in München schon einmal eine Kinderärztin darüber.
    Wer sich weiter informieren möchte, kann z. B. über http://www.bioland.de/fileadmin/dateien/HP_Dokumente/Verlag/Bedeutung_Hoerner_fuer_die_Kuh.pdf eine kostenlose Broschüre herunter laden. Ich finde Kühe sehr besonders, z. B. ihre schönen großen wissenden Augen. Bin froh, daß ich seit einigen Jahren wieder in einer bäuerlich geprägten Gegend wohne (Grenze zu Tirol).
    Herzliche Grüße!!

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    1. Frau Schwärzler macht einen super Job im Allgäu. Ich war auf 3 Vorträgen und was glaubt ihr wie heiss das teilweise da zu ging. Ich kann Milch nicht vertragen wenn sie von enthornten Kühen stammt , genauso wenn sie mit Maissilo gefüttert werden , ich bekomme übelste Blähungen und mein Bauch schmerzt dann über Stunden. Wenn ich Milch von Kühen , die nichts anderes wie Gras und Heu zu fressen bekommen, ihre Hörner noch haben, dann hab ich kein Problem damit. Ich habe 3 Jahre im Allgäu verbracht auf einem Hof und leider wurden die Kühe dort überall enthornt. Es geht um die Verletzungen , die man natürlich mit Hörnern deutlicher sieht und um die Bequemlichkeit der Bauern, um die eigene Sicherheit. Mehr Ausreden gibt es da nicht. Es gibt auf der Seite http://www.zalp.ch/aktuell/suppen/suppe_2003_05/su_ho.html ein Bild von einer Kirlianfotografie. Ich liebe diese warmen , neugierigen, stolzen und feinen Wesen .... Und dazu gehören auch Hörner. Kaum ein Kind weiß mehr richtig , wie denn eine Kuh ausschaut. Und wie gute Milch schmecken muss.

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    2. Liebe Samlia,

      ich hab da mal eine Frage. Wir Enthornen unsere Deckstiere aus Bequemlichkeit nicht, obwohl die am Halfter gehen müssen.
      Ist das Sperma von einem Stier schon mal untersucht worden, ob da ein Unterschied zwischen behornt und ohne Hörner besteht?
      Vielleicht weiß die Frau Schwärzler da mehr. Würde mich sehr interessieren.
      Mir fällt leider bei vielen Kommentaren hier der etwas aggressive Unterton auf, wenn es um das Thema Kuhhörner geht. Bei manchen scheint das eine Art Ersatzreligion geworden zu sein, wobei es auch immer Fanatiker gibt, wie überall bei Glaubenssystemen.
      Schade, daß die Menschen dadurch mehr getrennt werden, statt sich und andere Meinungen gegenseitig zu achten.
      So gesehen war diese Milchstudie nicht gerade dienlich, wenn sie Menschen gegeneinander aufbringt. Außerdem gibt es bei Kühen mit Hörnern öfters blutige Milch, da immer eine dabei ist, die die Rangordnung in Frage stellt. Ist die dann auch gesünder?
      LG Elisabeth

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  4. Die Entfernung von der Natur und den natürlichen Lebensvorgängen bringt die Menschen um.

    Warum haben plötzlich so viele Kinder ADHS, warum gibt es mehr und mehr Demenz, Alzheimer, Allergien, Intoleranzen, etc. etc.

    Warum interessiert sich niemand für die Ursachen, sondern nur für die Unterbringung, Medikamentenverkauf, Ruhigstellung, ...?

    Leute wacht auf, besteht auf echtes BIO, unterstützt lokale Bauern, bildet Gemeinschaften für die Grüne Kiste und auch Lebensgemeinschaften, Familienlandsitze, Ökodörfer mit regionalen Währungen, ...
    Bringt Mutter Erde und Euch selbst zum Erblühen - auf geht's.

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  5. Eine Mail von Simone:

    Heute morgen haben mich Deine Worte, diese Erfahrung so bewegt, berührt, sodaß ich mir von meinem Vater - eine Generation die mit Liebe, Achtung und Respekt alle Tiere, vor allem Kühe, die ihnen das Wichtigste an Nahrung wie Milch schenkten und diese wie ein Familienmitglied versorgten - erklären lassen, welch eine Bedeutung die Hörner bei Kühen haben.

    Mein Vater sagte ganz bewußt: wenn sie den Kühen die Hörner genommen haben, dann haben sie ihnen das Gefühl genommen.

    Die Hörner sind sehr wichtig für die Kühe, wie für alle Tiere mit Geweih oder Zähnen. Es wird uns zB gezeigt, was alles in der Welt nicht in Ordnung ist, wie das Elfenbein der Elefanten, und im eigenen Land nimmt man einfach so - den Kühen das FÜHLEN!
    Nicht nur den Kühen, auch den Menschen...

    Verstehe ich, hinterfrage ich, erkenne ich für mich, daß dies nicht nur mit den Tieren so praktiziert wird, sondern auch mit den Menschen, bekomme ich ganz klar den Impuls den Mund aufzumachen, mein Gefühl, mein Verständnis zum Ausdruck zu bringen.
    Für mich selbst ist die Wahrheit Heilung und diese möchte ich sehr gern mit meinen Kindern und der Welt teilen... ..

    Herzensgrüße Simone
    DANKE von Herzen für so viel FÜHLEN!

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  6. solcherleih Verhalten fordert die moderne " Tierhaltung " es ist eine absolute Missachtung gegenüber unseren Mitbewohnern den Tierwesen, ohne Ethik, Gefühl und Respekt - nurmehr die EURO / FRANKEN / DOLLAR - bedruckten Zettel bestimmen das Verhalten und die absolute Gier in immer noch steigender Form ( man glaubt es kaum ) nach immer mehr Umsatz ... die einzige Lösung ist : keine Tiere mehr zu verspeisen ! so käme die Abwärtsspirale zur Reduktion der Fleischproduktion in Gange... Alternativen gibt es genug ( für nochmals 7 Milliarden Menschen ) und die Menschheit kommt zurück in ihre Selbstverantwortung allen Lebewesen gegenüber - lieber Leser, schauen Sie mal einer Kuh in die Augen - Sie werden niemehr Kalbsschnitzel bestellen.... dasselbe gilt für alle Tierwesen in unseren Breitengraden, z.B. Rehe, Hunde, Pferde, Hasen, etc.- wacht auf Menschen, die Fleischlobby ist das Kind der Pharma-Multis...und gehört zum Programm die Menschen krank zu halten... Donald Duck lässt grüssen...

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  7. Hier eine andere Meinung:

    Liebe Osira,

    schade, dass nun wieder mehr Menschen einseitig informiert werden. Der Autor interpretiert hier wohl sein Gefühlsleben in diese Almrinder hinein.

    Offenbar hat er noch nicht soviel abgezogene und abgebrochene Hörner erlebt, wie ich, wo der ganze Kopf blutüberströmt ist. Sowas passiert auf der Weide genauso, wie im Stall und solche Kühe haben lebenslang Schmerzen, da die Hornwurzel im Kopf beschädigt ist. Bei der kleinsten Berührung drehen die dann durch.

    Auch aufgeschlitzte Euter musste ich mehrmals mitansehen, die durch Hörner von ranghöheren Kühe verursacht wurden. Da habe ich mir oft gewünscht, daß die von diejenigen gemolken werden sollten, die Hörner so spirituell wichtig nehmen. Meine Eltern mussten damals meine Lieblingskuh notschlachten, weil sie zu schwere Verletzungen am Euter und natürlich starke Schmerzen hatte.

    Seitdem bin ich meistens selber beim Enthornen dabei und das einzige grausige dabei ist die Horrorvorstellung von denen, die keinerlei Ahnung davon haben.
    Auch dieser Autor gibt ja zu, er möchte es gar nicht wissen.

    Wir haben bei uns auch einige Rinder mit Hörnern, doch die sind nur am rumstechen, während sich die hornlosen lieber damit beschäftigen, sich gegenseitig abzuschlecken.
    Ich finde, daß die Rangordnung ohne Hörner schneller, unblutiger und dauerhafter geklärt wird und alle sind danach zufrieden. Man streichelt die viel öfter und die wollen dann natürlich mehr...

    Hätten Pferde Hörner würden die sehr schnell verschwinden, damit keine Unfälle passieren.
    Rudolf Steiner wirkt mir zu dogmenhaft und Demeter kommt mir manchmal vor, wie eine Sekte. Da ist für mich zu viel Stillstand, gerade wo sich täglich Neues auftut. Bei Demeter verhungern meiner Meinung nach die Böden.
    Aber das ist nur meine Meinung.

    Mir ist wichtig, die Kühe nicht zu vermenschlichen, denn die denken ganz anders, sondern sie als Rind zu respektieren und zu würdigen. Egal ob mit oder ohne Hörner, aber Waffen wollen wir doch alle nicht mehr.

    LG Elisabeth

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  8. Ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Beiträge. Ich möchte einfach ganz pragmatisch dazu sagen: was der Schöpfer so erschaffen hat, das gehört auch dahin wo es ist. Und wer sich Kühe hält, muß eben auch für artgerechten Raum sorgen.

    Das gilt sicher nicht nur für Hörner, Stoßzähne, Schnäbel und Geweihe, sondern auch für Brüste, Körperbehaarung, und was Mann/ Frau sich sonst noch entfernen läßt. Alles andere ist system-diktiert oder gelenkte Mode-Erscheinung.

    Es geht um Respekt der jeweiligen Schöpfung, da müssen wir schauen was ein jedes Wesen wirklich braucht - und dafür sorgen, daß es das auch bekommt.

    Zurück zum Wirklichen, in Achtung vor den Grenzen aller Wesen.

    Schönes Wochenende,
    Osira

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  9. Hier ist eben alles Betrug. Es gilt, dass fast immer das Gegenteil von dem wahr ist, was gesagt wird.

    Bei uns hier in der Nähe - südliches Münsterland - gibt es ja ziemlich viele Bauernhöfe teilweise auch mit Viehhaltung, und ich freue mich immer, wenn ich mal Kühe sehe, die noch Hörner haben. Selbst Bio-Höfe haben meist enthornte Rindviecher, wenn ich mich nicht sehr täusche.

    Irgendwie erinnert mit das Ganze an die Verstümmelung der Genitalien bei einigen Glaubensvereinen und der stumpfe, entwurzelte, traurige Blick an Kinder, die die letzte Impfung nicht vertragen haben.

    Selbst wenn es eine universelle Intelligenz geben sollte, die alles erschaffen hat und steuert, was m. E. aber niemand jemals wird beweisen können - und wer hätte dann bitte diese Intelligenz erschaffen? -, ist wohl davon auszugehen, dass alles genau so ist, wie es sein muss, denn sonst wäre es nicht so erschaffen worden bzw. hätte sich nicht so entwickelt. Der Mensch muss nicht Hand anlegen und "nachbessern". Was dabei rauskommt, zeigen Konzerne wie Monsanto und unsere hirntoten, kriminellen Politiker jeden Tag.

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  10. Ich sehe gerade, bald 5 Millionen Zugriffe. Respekt!

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  11. Guten Morgen Osira !
    Ich bin auf einem Kleinbauernhof aufgewachsen, mit Kühen ,Schweinen,Hühnern,Schwalben im Stall usw.
    Niemand wäre in den70ern-80ern Jahren auf die Idee gekommen den Kühen die Hörner abzunehmen!!
    Das wäre dann keine "RICHTIGE KUH " mehr gewesen...der Landwirt hätte sich geschämt !- JA so war das !
    Für mich sind Kühe sehr liebevolle Wesen..sie geben uns Milch die aus ihrem BLUT hergestellt wird..das Zusammensein mit ihnen beschert uns ein
    fast PERFEKTES IMUNSYSTEM -das habe ich erst gestern gelesen-aber selbst wuste ich das schon länger da ich Ärzte oder Medikamente fast nie gebraucht habe !
    Sowas muss natürlich von interessierten "KREISEN " verhindert werden !!
    Ich habe als Kind Milch frisch vom Euter gemolken getrunken-heute VERBOTEN !!-Angeblich "krankmachend !??
    Hatte auch einige schwere Unfälle..Verbrennungen 2+3. Grades zu 30%..Autounfälle..die Ärzte waren jedesmal erstaunt wie schnell ich jedesmal ohne zurückbleibende Schäden genesen bin !
    Komentar eines Arztes:" Wenn ALLE so wie Sie wären ...müsste ich betteln gehen "!!!!!!!!!
    Wer Kühen beim Wiederkäuen zusieht wird SEHR RUHIG...sie strahlen eine Natürlichkeit aus...Geborgenheit ...sie ERDEN ungemein !
    Ich wünsche mir das wir mit unseren Tieren wieder mit RESPEKT-LIEBE-und Vernunft umgehen,das würde vieles HEILEN
    Der Missbrauch an den Tieren ist auf uns zurückgefallen und hat uns KRANK an Körper-geist und Seele werden lassen..BEENDEN WIR DAS !!
    EIN FÜR ALLE MAL !!
    Noch ein Tip !
    Auf BR3 gibt es zu deinem Thema einen Film-" DAS LIEBE RINDVIEH"!
    UNBEDINGT ANSEHEN!!
    Ich habe zeitweise geweint dabei !!
    Sternenkind.-Der Schöpfung verpflichtet !

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  12. Gestern habe ich es nicht mehr geschafft eure Mails zu veröffentlichen. Hier nun ein Beitrag von Clarissa, wegen der Länge geteilt:

    Liebe Osira,

    vielen Dank für diesen Bericht. Ich möchte Stellung zu der “anderen Meinung” von Elisabeth beziehen.

    Ich beziehe mich hierbei auf ein Buch von Karl-Heinz Osthaus, einen Demeter Bauern, der leider nicht mehr unter uns weilt. “Wege aus der Krise - durch die Landwirtschaft der Zukunft - Heilung für Erde, Pflanze, Tier und Mensch.” Herausgeber: Pelagius-Seminar. Hier ein Auszug:

    “…Und durch die falsche Fütterung entstandene Deformierung der Hörner - bis zum Hineinwachsen in den Kopf- schwindet. Die Hörner richten sich bei den Nachkommen halbmondförmig wieder auf, und die Hornsubstanz verändert sich. Sie wird feiner und glatter, schimmernd."

    "Die Hörner richten dienen der inneren Kräftewirksamkeit der Kuh. Sie tragen zur Milchbildung und zur Qualitätsbildung der Milch bei, was jetzt durch neuere Forschung, durch die Kristallisationsmethode bewiesen werden konnte: Kühe mit abgesägten Hörner bilden eine Milch minderer Qualität."

    "In den Bildern wird der Randbereich dargestellt, welcher die Verhältnisse der Lebenskräfte im Nervensystem widerspiegelt. Dichte, feine, lebendig gestaltete Kristallstrukturen sind in beiden Bildern vorherrschend." Diese Untersuchungen macht das Hagalis Labor für Kristallanalyse und Qualitätsmanagment, Dr. med. vet. W. Höfer, Überlingen.

    “Vergleicht man die Bilder, dann veranschaulichen die Bilder von Seite 35 gesunde Verhältnisse, wie sie bei normalen Kühen auftreten. Die Bilder von Seite 36 stammen von enthornten Tieren aus den gleichen Betrieben. Sie zeigen, daß die Lebenskräfte durch Enthornung in Mitleidenschaft gezogen werden. Das wird durch die unbelebten Strukturen in den Kristallbildern der Halalis-Kristallanalyse in bemerkenswerter Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht.”

    “Die höchste Milchqualität aber ist nur zu erreichen durch eine bodenständige Herde mit artgemäßer Fütterung ausschließlich vom eigenen Hof.”
    -Teil1-

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  13. Clarissa -Teil 2-

    Nun ich könnte hier noch viel mehr zitieren, habe aber gesunde Kühe gesehen, die Augen und das Fell glänzen, die Milch von diesen Kühen besitzt wieder hohe Heilkräfte. Der Mist, da ein guter Landwirt immer noch einstreut, ist der beste Dünger den es gibt und keinesfalls mit stinkender Gülle zu vergleichen, wie sie bei konventioneller Haltung entsteht. Dort werden die Kühe falsch gefüttert, sie erkranken immer häufiger an Botulismus und müssen qualvoll sterben, um nicht zu sagen elendig verrecken, weil der Mensch einfach zu dumm ist, sich an die natürlichen Vorgaben der Kuh zu halten.

    Gülle ist etwas krankes, da durch die falsche Fütterung ein entsetzlicher Gärungsprozess in den Mägen der Kuh entsteht, die Kuh leidet, Böden und Wasser werden verseucht und am Ende der Kette steht immer der Mensch. Demeter ist keine Sekte, Steiner kein Dogmatiker, der Schmerz der Kühe hätte ein Ende, wenn die Menschen sich nicht von den Neuerungen des Bauernverbandes, der Pharmalobby und der Politik vereinnahmen ließen und anfangen würden selbstständig zu denken.

    Herzliche Grüße
    Clarissa

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  14. Nochmal Elisabeth:

    Liebe Osira,

    es wird immer nur von Mißbrauch, Verstümmelung und artgerechter Haltung der Kühe ausgegangen. Konsequenterweise dürften dann auch keine Hunde und Katzen kastriert und sterilisiert werden, geschweige denn dauernd in die Wohnung gesperrt werden. Ich möchte nicht wissen, wieviele Katzen noch nie auf einen echten Baum geklettert sind oder in ihrem Leben schon mal eine echte Maus gefangen haben. Hunde und Katzen bekommen doch meistens nur Industriefutter aus Fabriken.
    Gibt es da eigentlich auch Bio?

    Seien wir doch ehrlich, Hündinnen werden nur aus Bequemlichkeit sterilisiert. Nimmt man ihnen da nicht etwas weg, was von der Schöpfung so gegeben wurde? Für mich ist das Kastrieren auch eine Art der Verstümmelung. Wo bleibt hier der Aufschrei und das Mitgefühl?

    LG Elisabeth

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  15. Liebe Elisabeth,

    hier stimme ich Dir völlig zu, wobei das Kastrieren meist dazu diente, daß viele Katzen 'verhindert' wurden, um die man sich nicht hätte kümmern können. Natürlich ist das keine Dauerlösung, auch da müssen wir umdenken.

    Ich hatte selbst früher eine Katze, bei der nur eine Sterilisation gemacht werden sollte, und der Tierarzt eigenmächtig eine Total-OP vornahm. Da war ich richtig entsetzt, vor allem weil es der Katze so schlecht ging. Würde ich nie wieder machen.

    LG Osira

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  16. Menschen sind die einzigen 'Säugetiere', die sich nach dem Säuglingsalter noch von Milch ernähren. Und dann auch noch von artfremder! Warum gibt diese Tatsache alleine nicht schon zu denken, da doch gerade die Menschheit ein 'Bewusstsein' geschenkt bekommen hat. Wann wachen endlich mal alle auf? Oder ist doch wirklich ein Unterschied zwischen Menschen und 'Leuten'??? Oder vielleicht bin ich auch kein Mensch. Wer weiss das schon...

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  17. Nochmal Elisabeth, wegen Länge geteilt:

    Liebe Osira,

    ich möchte nicht lästig erscheinen, würde der Clarissa jedoch gerne antworten. Dieses Thema könnte man unendlich lang weiter diskutieren, obwohl wir momentan sinnvollere Dinge zu lösen hätten, wie z. B. die Flut von Asylbewerbern.

    Alle, die hier mitschreiben, haben ihre Erfahrungen mit Kühen aus zweiter Hand oder aus der Kindheit. Bücher kann jeder rezitieren, das ist ziemlich einfach. Doch ich ziehe mir jetzt gleich das Stallgewand an, wie jeden Tag seit fast zwanzig Jahren hier bei meinem Mann und vorher bestimmt zehn Jahre in meinem Elternhaus.

    Wie eine gesunde Kuh ausschaut, kann ich wahrscheinlich besser beurteilen, weil ich sofort merke, wenn es einer nicht gutgeht. Glänzendes Fell haben alle, bei denen der Stoffwechsel in Ordnung ist und das Verhältnis vom Eiweiß- und Rohfasergehalt im Futter stimmt. Oft haben gerade Rinder aus Biohaltung ein stumpfes, struppiges Fell, weil die Böden schon so ausgelaugt sind, da schlecht gedüngt wird.

    Über Mist kann man leicht reden, wenn man auf der Couch sitzt. Botulismus kommt durch die Gülle aus Biogasanlagen, da dort ein Verwesungsprozess stattfindet, um dieses Gas zu erzeugen. Find ich persönlich schlecht.
    Unsere Gülle behandeln wir mit Urgesteinsmehl und effektiven Mikroorganismen, seit neuestem zusätzlich mit Terra Preta, wobei der Geruch fast verschwindet, weil alles schön vergärt. Kann man mit der Vergärung von Sauerkraut vergleichen, wo das, genau wie bei unserer Gülle, mithilfe von Hefe- und Milchsäurebakterien geschieht.

    Wir brauchen schon lange keinen Kunstdünger mehr, alles wächst viel üppiger und vielfältiger. Wir haben wieder ein gesundes Bodenleben, sichtbar an vielen Regenwürmern.

    Und das merkt man auch am Futter und an den Kühen. Geimpft wird schon lange nicht mehr, wir behandeln fast ausschließlich mit Homöopathie. Die Kühe reagieren total dankbar, das hätte ich nicht geglaubt. Aber wir sind nicht "Bio", weil mein Mann keine weiteren Kontrollen möchte.

    Mich stören nur die vielen Vorurteile von Leuten, die eine Kuh nur von weitem sehen und einem vorschreiben wollen, was man darf und was nicht. Ich schreibe ja auch keinem vor, wie er seinen Dackel zu behandeln hat, weil es mich schlichtweg nichts angeht.

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  18. Elisabeth -Teil 2-

    Bei Demeter fällt mir auf, das die so extrem sind und um keinen Preis von dieser veralteten Studie mit den Milchkristallen abrücken. Ich finde, die sind so starr und lassen keine andere Meinung zu. Wer das Buch von Dr. Emoto kennt, weiß, daß so ein Kristall sich laufend verändert und positiv beeinflusst werden kann. Trotzdem würde ich meine Demeter-Hautcreme nicht mehr hergeben.

    Viele Bauern wollen wieder Hörner in ihrer Herde sehen, kann jeder machen wie er will, auf den Fotos im Beitrag sind ja auch nicht alle hornlos. Wir haben leider viele schlampig enthornte Kühe, die beim Melken oft genug ihren Vorderdamen aus Langeweile eine mitgeben. Und dann bekomme ich den Fuß auf den Arm oder das Melkzeug fliegt runter.

    Ich will damit sagen, das es total einfach ist, zu fordern, die Hörner sollen dran bleiben, doch in die Praxis umsetzen sollen es dann andere. Schafft euch am Besten selber eine kleine Rinderherde zum Melken an, dann könnt ihr wirklich mitreden.

    LG Elisabeth

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  19. Ihr Lieben,

    wenn ihr weitere Beiträge sendet, dann bitte im Fließtext mit vernünftigen Absätzen, und nicht gar so lang - danke!

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  20. Nun meldet sich Autor Johannes zu Wort, auch wegen Länge geteilt:

    Ihr Lieben alle,

    danke für eure rege Anteilnahme und die teils so warmherzigen Kommentare – diese Resonanz freut mich sehr.

    Und auch die aufgeworfenen Fragen finde ich interessant – besonders im letzten Beitrag, von lasia: Die Sache mit der Milch. Dass wir die einzigen Säugetiere sind, die über´s Säuglingsalter hinaus – und noch dazu artfremde – Milch konsumieren, ist zweifellos Fakt. Wie aber drauf schauen? Ich habe das Gefühl, dass es eben manche Tierarten gibt, die im Lauf der Evolution in ein besonderes Nahverhältnis zum Menschen getreten sind, vorbereitet in den seelisch-geistigen Reichen.

    In den Anfängen, bzw. in vergangenen Hochkulturen denke ich mir dieses Verhältnis als getragen von Respekt, gegenseitiger Bereicherung und gegenseitigem Schenken, getaucht in Liebe und Dankbarkeit. Etwas davon ist noch zu ahnen im Verhältnis, welches die Indianer zu ihren Jagdtieren hatten, oder etwa Araber zu ihren Pferden – und auch in der Art, wie Nomaden mit ihren (Milch gebenden) Tieren leben. In einem solchen Kontext glaube ich hatte – und hat – Milchnahrung Sinn und Berechtigung.

    Heute erlebe ich das als zumindest fraglich – vor allem aber wenn sich das Verhältnis zu den Tieren zur einseitigen Abhängigkeit bzw. zum krassen, ausbeuterischen Missbrauch entwickelt hat (siehe etwa die Hochleistungskühe, wie sie dazu gemacht werden, und was das für sie bedeutet). Ähnliches wäre wohl zum Fleischkonsum zu sagen, oder auch zum Genuss von Alkohol, Tabak oder sonstigen „natürlichen“ Drogen.
    - Teil 1 -

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  21. Johannes - Teil 2 -

    @Elisabeth
    „Das Rind (stellvertretend für die Schöpfung) respektieren und würdigen“ – genau darum geht es mir auch. Respekt: Das hat für mich damit zu tun, zu begreifen, dass die Kuh ein Lebe-WESEN ist, und dass ihr physischer Körper ein bis ins letzte Detail stimmiger Ausdruck einer seelisch-geistigen WESENheit ist (möglicherweise das, womit sich die Indianer jeweils über rituelle Tänze in Beziehung gesetzt haben, bevor sie auf die Bisonjagd gingen). Es ist wohl kein Zufall, dass die Kuh eben Hörner hat, und das Pferd nicht! Oder bildlich ausgedrückt: Der liebe Gott wird sich doch um Gottes Willen (*_*) was dabei gedacht haben, dass er die Kuh mit Hörnern geschaffen hat!

    Und das andere Wesen würdigen, ihm seine angeborene Würde lassen: Das heißt für mich, es in seinem Wesens-Ausdruck wenn schon nicht vollständig zu begreifen, so doch in jedem Fall UNVERSEHRT lassen! Und da erlebe ich es freilich bereits als Verstoß, wenn schon den jungen Kälbern Ohrenmarken angeheftet werden, die bald größer sind als die Ohren selber. Auch hier besteht für mich ein direkter Bezug zum verschiedentlich propagierten Ansinnen, uns Menschen einen Chip einzupflanzen. Praktische, ja „ethische“ Gründe dafür werden sich schon finden lassen.

    Natürlich kommt es durch die Hörner auch zu Verletzungen. Deswegen aber die Kühe präventiv und pauschal zu enthornen, ist einfach weit übers Ziel hinaus geschossen. Da wird meiner Meinung nach derjenige, der eben Kühe hält, seiner Verantwortung viel eher gerecht, wenn er im bedauerlichen Not-fall die Kuh eben not-schlachtet – auch wenn es einen schmerzlichen Verlust bedeutet. Hier erlebe ich vielmehr echtes Mitgefühl!

    Die Hörner aber nur als „Waffe“ zu begreifen, greift im Sinne einer wesenhaften Betrachtung einfach zu kurz (siehe auch die Beiträge von Sternenkind und Clarissa). Ich möchte mich nicht wiederholen oder weiter argumentieren – es war mir auch nicht darum zu tun, zu informieren (da fehlen mir einfach die fachlichen Grundlagen) – es ging mir darum, ein persönliches Erleben zu schildern, und zum eigenen FÜHLEN anzuregen.

    Und das mit den Hündinnen und dem Kastrieren erlebe ich ganz genau so. In der Tat: Es braucht unendlich viel Aufschrei in dieser Welt, und noch mehr Mitgefühl, und Liebe.

    Lieben Gruß
    Johannes

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  22. und hier ein Wort von unserer Fee:

    @Johannes Halsmayer

    Als ich die Ankündigung Ihres Beitrages sah, wollte ich diesen erst nicht lesen, weil ich darum weiß, wie groß der Schmerz der Kühe (und nicht nur der Kühe) ist. Deshalb danke ich Ihnen für den Mut und Ihr Engagement. Ich konnte es bisher nicht. Es ist gut, dass Sie kein Fachmann sind, sondern dieses Thema aufgrund der Begebenheiten aufgegriffen haben.

    Der Schmerz der Tiere in Massentierhaltung ist unendlich groß und wir müssen einfach begreifen, dass es sich bei Fleisch- und Milchproduktion um lebendige Lebe-Wesen handelt. Und da ist Ihr Beitrag gerade richtig in dieser Zeit.

    Vielen Dank dafür und ... schreiben Sie weiter darüber. :-)

    Herzliche Grüße
    Fee

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