Nun hat es also auch die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas erwischt: der Verlust des sagenhaften Triple-A. Um Sarkozy, der die Benotung AAA vor kurzem noch als nationales Heiligtum sah, ist es auf einmal still geworden (was unsere Presse so durchläßt).
Daß überhaupt eine Institution anscheinend die Macht besitzt, den Daumen über einen Staat!! zu senken, verleiht ihr irgend- wie Mafia-Charakter, und erin- nert zwangsläufig an die Spiele im römischen Cirkus. Die Mafi- osi des Geld- und Goldkartells steuern diese europäische Vor- stellung, wobei die Regierungs- häupter inzwischen entsetzt feststellen dürften, daß sie die einstmals umjubelten Gladiatoren sind, die sehr schnell in Goldman-Sachs-Jünger ausge- tauscht werden könnten, nachdem die Löwen losgelassen und ihren Appetit stillen durften. Frankreich galt bisher für Investoren als absolut sicher; umso größer dürfte der Schock sein, nun nicht mehr 'dazuzugehören', ganz abgesehen vom ausgeprägt gesunden Nationalstolz, eigentlich immer auf der Gewinnerseite zu stehen.
Die Geldmafia beginnt also, ihre 'besten Mitspieler' fallenzulassen. Die Spielregeln des alten Systems, nach Leistung gestaffelt und in 'best-of-Kategorien' eingeteilt, richtet sich jetzt gegen die Völker, die ja die Leistung erbringen. Und die Mafia lacht sie nicht nur aus, son- dern beginnt nun genauso systematisch, all die geschaffenen Werte zu zerstören.




