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"Jedes Volk existiert solange auf der irdischen Ebene, bis es seine Aufgabe gelöst hat. Einzelne können scheitern, doch ein Volk nie."
Rudolf Steiner

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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Der Vollmond am 23. Oktober 2010

„Je näher eine Gesellschaft dem Abgrund ist, 
desto weiter weg glaubt sie sich von demselben; 
denn das Augenscheinliche bleibt den Blinden bis zum Schluss verborgen.“ 
E’ (Logos des Universums) 

Dieses Zitat vom Lichtweltverlag/blogspot.com scheint mir für diese Zeit sehr zu passen. Viele können einfach noch nicht glauben, wie brisant die Lage inzwischen ist - einfach weil sie sich nicht vorstellen können, von der Regierung und den Medien derart belogen zu werden. Dabei glaube ich ebenso, daß selbst die Regierung die Lage nicht richtig einschätzen kann, denn sonst hätte sie wohl auch anders gehandelt. Selbst nachdem das neue LEAP2020.eu -Bulletin vor 2 Tagen veröffentlicht wurde, indem der kollektive Absturz vieler Länder prognostiziert wird, erscheint nichts davon im Mainstream. Die Menschen sollen also lieber ins offene Messer laufen, anstatt daß sie aufgeklärt werden, damit sie sich rechtzeitig schützen können. Ehrlich gesagt, macht mich das betroffen; zeigt es doch, wie weit wir von der Einheit entfernt sind.

Der Vollmond in der Nacht zum Samstag erscheint nicht so brisant wie der letzte Neumond; trotzdem transportiert er ja die Inhalte des Neumondes und bringt sie zur Blüte. Die Sonne auf 29° Waage scheint letzte Gelegenheit zum Ausgleich zu geben, und der Mond auf 29° Widder ruft ein letztes Mal zum Neubeginn auf - bevor nichts mehr zu ändern geht. Beide bilden zusammen mit Merkur, Vesta und Venus harmonische Aspekte zum Mondknoten und Pluto, die beim Neumond im Brennpunkt standen. Das heißt, es wäre jetzt in diesen Tagen wirklich die letzte Gelegenheit, vernünftige Vorsorge zu treffen und anstehende Probleme auch zu kommunizieren.

Auf Berlin gerechnet, fällt der Vollmond in die Häuser 2 und 8. Somit geht es ganz klar um finanzielle Ressourcen, die nach göttlichem Prinzip gehandelt werden sollen, (Sonne H12) anscheinend aber aus dem Nichts geschöpft werden. Merkur als H10 steht für die Regierung, der im Skorpion unerbittlich an seinen Plänen festhält. Hinzu kommt Saturn in 2 als H5, Geld ausgeben ist nicht drin, es muß alles zusammengehalten werden - es wird also enger. Der Mond in 8 hingegen fühlt sich regelrecht verkauft, als Symbol für das Volk muß er für die Bedürfnisse anderer einstehen, und riskiert seine Freiheit (H11).
Die Venus im Skorpion ist seit dem 8.10. rückläufig, so ist sie nicht in ihrer ganzen Kraft, fordert hier jedoch eindringlich eine tiefgreifende Rückbesinnung auf wahre Werte, ethisch und finanziell. Auch  werden Beziehungen dahingehend überprüft, ob die Liebe echt und wahr ist. So ist dies nochmal eine Gelegenheit, die Dinge anders zu betrachten, neue Blickwinkel einzunehmen und nicht tragfähige Lösungen zu korrigieren. Am 19.11. wird die Venus auf 27° Waage stationär, und dies ist ein sehr empfindlicher Grad für Wachstumsbegrenzung, weil dort die Konjunktion des laufenden Saturn/Pluto-Zyklusses 1982 stattfand. Glaubt nicht, dies wäre zu lange her; der Tierkreis speichert all diese Informationen und reagiert entsprechend. Das heißt, er gibt an die Venus die Info weiter, daß nur noch wahre Werte zugelassen werden, und mit diesen Entsprechungen gesegnet wandert die Venus wieder vorwärts und wird entsprechend für Ereignisse sorgen. 

Der Mars läuft jetzt aktuell in das Quadrat zu Neptun und Chiron ein. Im 3. Haus und im Skorpion will er die Wahrheit hören und sagen, und nichts als die Wahrheit. Mars in Kombination mit Chiron bringt dabei alle Verletzungen und Wunden ans Licht, und zusammen mit Neptun hat Mars eine sehr starke Bereinigungskraft. Was nicht verarbeitet und nicht gelöst wurde, kommt jetzt quasi - wie in einer Waschmaschine - in den Turbo-Schleudergang. Betroffen hiervon sind alle mit Planeten- oder Achsenstellung in den letzten Graden der fixen Zeichen Skorpion, Wassermann, Stier und Löwe. Der Mars bekommt dabei noch starken Auftrieb von Jupiter und Uranus, die ein harmonisches Trigon zu ihm bilden. So können jetzt wunderbar neue Projekte vorbereitet werden, die nach dem Gleichheitsprinzip vielen Menschen zugute kommen, bevor sie an den Start gehen. 

Insgesamt gesehen, findet jetzt eine Bereinigung des Alten statt, wobei alles aussortiert wird, was uns auf dem Weg in die Neue Zeit nicht mehr dienlich ist. Freuen wir uns, wenn wir die letzten Jahre gut innerlich und äußerlich aufgeräumt haben. Die Anderen, die jetzt erst aufwachen, werden womöglich unseren Beistand brauchen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Wirtschaftskrise und Planetenzyklen Teil 4

Es gab selten so widersprüchliche Aussagen über die Wirtschaftslage, wie sie derzeitig in den Medien wie im Internet kursieren. Viele sind sicherlich verunsichert, ob sie den Beteuerungen der Regierung Glauben schenken sollen, wir befänden uns in einem Aufschwung, und das zu recht. Bevor ich nächstes Mal mit der Erläuterung der einzelnen Zyklen fortfahre, erscheint es mir daher angebracht, euch einen Überblick über die Jetzt-Zeit zu geben.
Es gibt viele große und kleine Planetenzyklen, die sich ständig gegenseitig beeinflussen. Die großen Saturnzyklen geben dabei die Richtung an, in welchen Grenzen sich Entwicklung bewegen sollte, während die kleineren Jupiterzyklen die Wachstums-möglichkeiten anzeigen. Werden jedoch die natürlichen Grenzen überschritten - wie es seit geraumer Zeit eindeutig der Fall ist - dann ergibt sich eine Schräglage, die irgendwann korrigiert wird, meist durch Saturn als Hüter von Zeit und Grenzen, und durch Mars, der die Wahrheit aufdeckt. Dies geschieht auf persönlicher wie kollektiver Ebene jeweils individuell, je nach Geburtshoroskop von Staat oder Person. Ihr könnt euch also denken, daß es nicht so einfach ist, mal eben den Stand der Dinge zu beurteilen, zumal hier seit Jahren eine ungesunde Entwicklung stattgefunden hat, die ja praktisch nach Begrenzung schreit. So gibt es Jahre mit förderlichen und Jahre mit kritischen Tendenzen, und 2010 ist eben ein sehr kritisches Jahr, in dem sich die Spannungen häufen und keine harmonisierenden Aspekte der langsam laufenden Planeten stattfinden.

2010 - Saturn-Aspekte
Saturn 2° Waage / Pluto 2° Steinbock - ablaufendes Quadrat (der Konjunktion 1982 auf 27° Waage): Saturn fordert hier die Begrenzung ungezügelten Wachstums, so hätte jetzt spätestens im August eine vernünftige Marktregulierung stattfinden müssen.

Saturn 0° Waage / Uranus 0° Widder - letzte von 5 Oppositionen (der Konjunktion 1988 auf 27° Schütze): Uranus legt hier Widersprüche des alten Systems offen, sodaß eine Neustrukturierung des Systems spätestens im Sommer hätte stattfinden müssen.

Saturn 27° Jungfrau / Jupiter 27° Fische - 1. von 2 Oppositionen (nächste 2011) (der Konjunktion 2000 auf 23° Stier), in denen ein ausgewogenes Verhältnis von Struktur und Wachstum hergestellt werden müsste.

2010 - Jupiter-Aspekte
Jupiter 3° Widder / Pluto 3° Steinbock - erstes Quadrat (der Konjunktion 2007 auf 28° Schütze), in der erfahrungsgemäß eine starke aber überspitzte Entwicklung nach oben verläuft, die sich so nicht halten kann und wird. Sobald Jupiter sich im Januar aus dem Quadrat löst, ist dieser "Aufschwung" zuende.

Jupiter Konjunktion Uranus 28° Fische bis 0° Widder - hier sollte ein Neubeginn glücklicher und fördernder neuer Projekte/Entwicklungen gesetzt werden, die auf dem Gleichheitsprinzip beruhen.

So ist deutlich zu sehen, daß die ungelösten Forderungen von Saturn nach natürlichen Grenzen, und die von Uranus nach Erneuerung, eine neue Entwicklung geradezu behindern, eben weil sie nicht umgesetzt werden. Es ist also zwangsläufig mit einer Korrektur der Fehlentwicklung des Finanzsystems zu rechnen. 

Besonders wichtig erscheinen mir die Gradbereiche, die ich rosa markiert habe. Sie befinden sich alle auf 27°-28° Schütze, und somit direkt auf dem Galaktischen Zentrum, das für die Einheit aller Wesen steht. So holen besonders Jupiter und Uranus zur Zeit sämtliche Gedanken und Glaubenssätze ans Licht, die noch nicht in der Einheit sind - im Gegenteil ist sehr viel zu hören, wie bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt werden; sei es durch Armut (Hartz4), Religion (Islam) oder Zugehörigkeit (Sinti und Roma). Das GZ ist also reichlich angefüllt mit Forderungen, die wir noch nicht gelernt haben, und die noch zu erfüllen sind. 
Von 2006 bis 2008 lief Pluto über das GZ, und gab uns einen deutlichen Vorgeschmack auf anstehende Lernprozesse: dazu gehört das Hochkochen der Feindseligkeiten zwischen den Religionen genauso, wie die entstehende Finanzkrise, die damals anders hätte gelöst werden müssen, indem man das Finanzsystem erneuert hätte. Dadurch, daß beide Problembereiche immer noch vorhanden sind, können wir mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen, sobald das GZ wieder berührt wird, und das geschieht ab Anfang Dezember durch den Mars-Transit, wie auch zum 21.12. durch die Totale Mondfinsternis. Diese Aussagen gelten global, und werden uns soweit betreffen, wie der jeweilige Stand der Reife fortgeschritten ist, persönlich und kollektiv.

In der Zeichnung seht ihr die BRD und außen die jetzigen Transite. Saturn steht nun genau auf der Sonne und am IC, dabei beherrscht die Sonne auch das 2. Haus, dem die Finanzen zugeordnet sind. Somit wird es eng für die Regierung, die sich zu sehr an die Wirtschaftslobby angepaßt hat - und welche jetzt womöglich noch mehr Anpassung verlangt (Saturn ist H6 in 6). In der letzten Oktoberwoche erreicht Saturn das IC und das Quadrat zum Neptun auf 11° Steinbock: somit werden die Illusionen, die das alte System am Laufen hielten, wohl endlich aufgedeckt werden können. Damit geht der Zusammenbruch der Illusionen vonstatten, was das Volk zutiefst frustrieren wird (Saturn am IC). Die Auflösungserscheinungen die Neptun verkörpert, kommen jedoch aus dem Ausland (Neptun H9 in 6), wobei ich eher mit einem Zerfall des Dollars rechne (siehe Artikel "Dollar - quo vadis?"). Dies steht für den Dezember an, und wir können uns vorstellen, daß ein Dollar-Zerfall nicht nur ein Schock für die Börsen weltweit ist, sondern sehr stark zur allgemeinen Verunsicherung beitragen würde.

Das größte Problem dabei ist sicher die unglaubliche globale Vernetzung von Börsen, Politik und Wirtschaft, wobei Korruption und gezielte Desinformation eine große Rolle spielen. Die BRD hängt dabei bereits im Netz der EU, der NATO und der Schuldenpakete - und ich könnte mir gut vorstellen, daß Derjenige, der versucht aus diesem korrupten System auszuscheren, mit Drohungen von deren Seite bedacht wird. Es hilft nichts, wir müssen erkennen, daß wir von Grund auf die Änderungen vorantreiben müssen. Dazu müssen Forderungen von der Basis kommen, also vom Volk, denn allein schafft die Regierung das nicht. 

Eine ganz wesentliche Forderung wäre die nach direkter Demokratie, wobei uns aber auch die Konsequenz der Folgen klar sein muß: dies bedeutet adieu EU, adieu Euro, und am liebsten auch adieu NATO. Es wäre jedoch ein äußerst wichtiges Zeichen für alle anderen EU-Staaten und Nachbarländer, wenn wir uns stark machen und zu einer eigenen Währung zurückkehren, die ganz neu aufgestellt und an Edelmetalle zurück gebunden wird. Was die NATO betrifft, wäre es auch ein letzten Endes sicherheitsförderndes Signal, sich von ihr zu befreien und in den Status der Neutralität zu gehen, denn genau das würde uns stark und eigenständig machen. So wären wir für alle ein positives Beispiel, diesen fragwürdigen 'Sicherheitsbündnissen' fernzubleiben, eben weil sie auf Angst basieren. Doch eine angstfreie Zukunft läßt sich eben nur aufbauen, indem wir neues Vertrauen aufbauen, das auch auf einer stabilen und gerechten Währung steht. Und je eher wir dorthin zurückkehren, umso besser für alle.

Galaktisches Zentrum

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Banken erfinden Geld aus Luft

Dieses Interview des österreichischen "Standard" finde ich so genial, daß ich es mit euch teilen möchte. Endlich meldet sich ein Wirtschaftswissenschaftler zu Wort, der die Wahrheit über unser Geldsystem ausspricht, was hierzulande noch nicht so offen geschrieben wird. Bitte gerne und viel weitersagen!

Der STANDARD.at - Interview
von Daniela Rom / 13.10.10

Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der Wiener Wirtschaftwissenschafter Franz Hörmann

Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich. Im Gespräch mit derStandard.at erklärt er, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte "Blasenmaschinen zum Missbrauch für die Eliten" sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht.

derStandard.at: Sie gehen davon aus, dass sich Gesellschaft und Wirtschaft in den kommenden Jahren völlig verändern werden. Hat unser derzeitiges Finanz- und Wirtschaftssystem ausgedient?

Franz Hörmann: Definitiv in jeder Hinsicht. Weil wir aus Sicht der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften Modelle verwenden, die auf die alten Römer zurückgehen. Das Zinseszinssystem stammt aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend, die doppelte Buchhaltung aus dem 15. Jahrhundert. Und es gibt keinen Bereich unserer Gesellschaft und der Wissenschaften, wo Methoden dieses Alters überhaupt noch ernst genommen werden. Aber es dient dazu, gesellschaftliche Eliten mächtig und reich zu erhalten, deswegen ändert sich nichts.

derStandard.at: Läutete die Krise nun ein Umdenken ein?

Hörmann: Das denke ich schon. Die heutige Krise geht von den Banken aus. Banken erfinden im Kreditprozess Geld. Wenn man aber Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weiter gibt und dinglich absichern lässt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offenlegen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müssten sie zugeben, dass das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind. Diese verdeckte Geldmengenausweitung hat mit der doppelten Buchführung begonnen. Weil wenn man mit Geld eine Sache kauft, dann wechselt das Geld in Wahrheit den Besitzer. Der Verkäufer hat das Geld, der Käufer hat die Sache. Ab dem Moment ist die Sache aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr in Geld bewertbar. Trotzdem schreiben wir diese Geldbeträge in Bilanzen rein.

derStandard.at: Den Banken und dem Finanzsystem zu vertrauen ist also ein Fehler?

Hörmann: Das Vertrauen ist ja in den letzten Jahren von den Banken systematisch missbraucht worden. Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird. Solange man mit Eigenkapital als Sicherheit zur Bank geht und die erzeugt aus Luft echtes Geld, das eine Zahlungsmittelfunktion hat, haben wir ein Problem. Eigenkapital ist eben kein Geld, es ist eine Rechengröße. Nach irgendwelchen Regeln wird die Aktivseite bewertet und dann die Schulden abgezogen. Wenn ich ein drei Meter langes Brett habe und ziehe ein zwei Meter langes Brett ab, dann hab ich immer noch kein ein Meter langes Brett, ich habe eine Differenz. Wenn ich ein ein Meter langes Brett haben will, dann muss ich die zwei Meter abschneiden. Ökonomisch heißt das, ich muss die Aktiva liquidieren, damit ich das Geld kriege. Zu Liquidationserlösen sind aber alle Unternehmen weltweit pleite. Auch Staaten können sich daher in Wirklichkeit gar nicht verschulden. Ein Staat, wenn man ihn als Summe des gesamten Geldflusses versteht, wo soll sich der verschulden? Warum gerade bei einer Privatbank? Ein Staat müsste sein Geld eigentlich selbst erzeugen, und zwar basisdemokratisch.

derStandard.at: Was ist dann von einer Rettung wie im Falle Griechenlands zu halten?

Hörmann: Die europäischen Länder haben nicht unbedingt die Griechen gerettet, sondern ihre eigenen, in erster Linie die deutschen Banken, die hier absurde Kredite vergeben haben. Die Zusammenhänge sind auch völlig absurd, wenn man sich Folgendes überlegt: Der Staat verschuldet sich bei den Banken, um die Zinsen der Schulden, die er bei den Banken hat, zu begleichen oder um die Banken zu retten, bei denen er selber Schulden hat. Da versteht ja keiner mehr, wer eigentlich bei wem Schulden hat und was Schulden eigentlich sind.

derStandard.at: Die Systemrelevanz von Banken und das "too big to fail"-Argument und die Bankenrettungspakete sind für Sie also reines Eigeninteresse?

Hörmann: Das "Too big to fail" ist ja ein Geschäftsmodell. Es gibt erwiesenermaßen die gezielte Absicht, Banken durch Übernahmen immer größer zu machen, damit sie "too big to fail" werden. Die Verknüpfungen zwischen Finanzwirtschaft und Politik sind enorm. Eigentlich kann man Regierungen, die aus aktiven oder früheren Mitarbeitern des Finanzsystems bestehen, gar nicht ernst nehmen. Da hat es zumindest eine mutige Aktion gegeben, nämlich das Eigentum der Oesterreichischen Nationalbank zu verstaatlichen und damit die Nationalbank von jenen Banken unabhängig zu machen, die sie prüfen sollte. Aber die Geldpolitik macht nun einmal nicht die OeNB sondern die EZB. Die Bankenrettungspakete sind überhaupt wahnsinnig witzig: Die Banken wurden nicht gerettet, es gibt nur einen Plan für die Zukunft, von dem man heute schon weiß, dass er nicht funktionieren wird, denn die Gelder müssen ja erst in den kommenden "Sparpaketen" mittels Steuererhöhungen von den Bürgerinnen und Bürgern einkassiert werden. Die Banken sind rund um den Globus pleite. Darum kann man getrost so tun, als ob es sie nicht mehr gäbe.

derStandard.at: Aber noch gibt es sie.

Hörmann: Wenn wir uns die Kredite anschauen, können wir sie ignorieren. 1969 hat ein amerikanischer Architekt einen Prozess gewonnen, weil er seinen Hypothekenkredit nicht zurückzahlen wollte. Er hat sich auf den Rechtsgrundsatz berufen, dass in einer Leihe, wo ein Gegenstand erst entsteht, der vorher noch nicht vorhanden war, dieser Gegenstand auch nicht zurückgegeben werden muss. Da also in der Kreditschöpfung das Geld erst erzeugt wird, gibt es keinen Grund, diesen Kredit zurückzuzahlen. In den USA gibt es schon Bürgerrechtsbewegungen, die den Amerikanern empfehlen, sich zusammenzuschließen und Kredite nicht mehr zurückzuzahlen.

derStandard.at: Kommen wir noch einmal auf die Bilanzen zurück. Das Problem fängt Ihrer Ansicht nach schon hier an?

Hörmann: Es mangelt an der Abzählbarkeit der Größen, die in Bilanzen verwendet werden. Jemand, der ein Haus um zwei Millionen statt um eine Million kauft, weil er schlecht verhandelt hat, hätte dann ein um eine Million höheres Eigenkapital? Und wenn er jemanden findet, der es um zehn Millionen kauft, ist das dann ein Marktpreis? Es ist krank. Der Fair Value ist auch ein Betrugsmodell, weil man es mit geschenktem Geld und Strohmännern nachweislich missbrauchen kann. Der Fair Value gehört endlich abgeschafft. Er ist nichts anderes als der sogenannte Gemeine Wert, der Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Deutschen Handelsgesetzbuch eliminiert wurde, weil er auch da schon zu massenhaftem Gründungsbetrug bei Aktiengesellschaften geführt hat. Es ist ein flächendeckender Betrug über Kapitalgesellschaften und Banken in unserem Wirtschaftssystem. Aber das darf die Politik nicht zugeben, weil es zu nahe an jene Formulierungen heranreicht, die früher die Marxisten verwendet haben. Und das wäre ja allzu peinlich. Wobei man natürlich sagen muss, dass der Staatssozialismus und die Planwirtschaft überhaupt nicht funktionieren konnten, weil das ja tatsächlich Terrorregime waren.

derStandard.at: Derzeit werden die Stimmen, dass beispielsweise der Euro verschwinden wird, immer lauter. Brauchen wir Geld überhaupt noch?

Hörmann: Alle Währungen werden verschwinden, weil sie technisch nicht mehr funktionieren können. Ich schätze, dass es schon 2011 so weit sein wird. Wenn wir uns aber in eine neue Gesellschaft ohne Geld retten wollen, brauchen wir als Übergangphase mehrdimensionales Geld. Wir brauchen mehrere unabhängige Rechnungskreise in Form spezialisierter elektronischer Gutscheine. Um die Grundversorgung der Menschen abzudecken, wie Wohnraum, Energie, Lebensmittel usw., könnte man eine Inventur in den einzelnen Ländern aller verfügbarer Ressourcen und des Bedarfs machen. Dann wäre es notwendig, die vorhandenen Ressourcen pro Kopf so zu verteilen, dass für den Basislebensstandard alle versorgt sind. Hier müssen alle kooperieren, ohne dass sie in ein gewinnorientiertes Tauschkonzept verfallen. Die Gemeinschaft muss ohne Wenn und Aber und ohne Gegenleistung Kinder, alte und kranke Menschen erhalten, und alle müssen mit diesem Grundlebensstandard versorgt werden, egal welche oder ob sie überhaupt eine Leistung vollbringen.

derStandard.at: Wir sprechen also von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

Hörmann: Genau. Aber nicht in Geld, sondern in Gütern und Dienstleistungen. Im Bereich des Luxus kann die Gesellschaft dann basisdemokratisch entscheiden, für welche individuellen oder Gruppenleistungen Preise ausgeschrieben werden. Für tolle Erfindungen zum Beispiel, oder besonders schwierige oder mühsame Arbeiten. Das ist dann der Ansporn in einem motivierenden, leistungsorientierten Anreizsystem. Es reden ja alle von der Leistungsgesellschaft, aber Zinsen- und Dividendeneinkommen sind keine Leistung, sondern eine Vergütung für Eigentum. Da Geld sowieso eine gesellschaftliche Konstruktion ist, müssen wir uns nicht an der toten Materie orientieren, die in früheren Jahrtausenden die praktische Manifestation von Geld war. Geld selbst besitzt ja lediglich eine Informationsfunktion.

derStandard.at: Noch nehmen wir das Geld aber sehr ernst. Währungskrieg und Währungskrisen geistern durch die Medien.

Hörmann: Der wirkliche Skandal ist, dass unser gesamtes Geldsystem auf Schulden basiert. Das heißt, die Geldschöpfung funktioniert zu 97 Prozent in den Geschäftsbanken. Auch Staaten nehmen so Kredite auf: Die Zentralbanken machen das durch eine Bilanzverlängerung. Über eine Bilanzverlängerung kann man aber kein Geld erzeugen. Die chinesische Staatsbank erfindet auch Geld aus Luft, nur lustigerweise, ohne dass eine Staatsschuld entsteht. Das sollten wir auch machen. Der chinesische Wirtschaftswissenschafter Wu hat bei einem Vortrag an einer amerikanischen Universität gesagt: Er werde oft gefragt, warum es in China so viele Unternehmensgründungen gegeben hat. Die chinesische Staatsbank habe Gründungskredite hergegeben, die waren unverzinst und mussten nicht zurückgezahlt werden. Das kann man natürlich nur als Zentralbank machen, wenn man einseitig bucht und nicht gleichzeitig Schulden erzeugt. Und wenn man dann sagt: Um Gottes Willen, dann gibt's ja Inflation! Das haben die Chinesen über eine Preisregulierung gesteuert und waren damit wieder die Schlaueren. Das will aber bei uns keiner hören, weil das geht gegen das Dogma der freien Märkte, die Blasenmaschinen zum Missbrauch für die Eliten sind.

derStandard.at: Ist China da wirklich ein Vorbild?

Hörmann: Die Chinesen machen es richtig. Sie picken sich aus den beiden politischen Systemen jeweils die Rosinen raus und sind offenbar so flexibel zu sagen: Das, was in unserem alten System gut funktioniert hat, behalten wir bei. Und das, was im kapitalistischen System gut ausschaut, das übernehmen wir. Es ist eine Mischform, die sich noch dazu laufend weiter entwickelt, also einer Evolution unterliegt. Aus Sicht der Elite in China ist es einfach, solange sie es so steuern kann. Ob es für die gesamte Bevölkerung, insbesondere für die Landarbeiter so einfach ist, ist eine andere Frage.

derStandard.at: Wo sehen Sie unser Wirtschaftssystem nun in Zukunft?

Hörmann: Solange Eigentümer etwas produzieren, damit Konsumenten es gegen Geld kaufen, werden wir in absehbarer Zeit in einen Zustand geraten, wo die öffentliche Hand, die Gelderzeuger, die Konsumenten dafür bezahlen müssen, dass sie einkaufen gehen. Nur dann werden die Eigentümer noch ihre Gewinne erzielen können. Denn durch Arbeit in immer stärker rationalisierten und automatisierten Prozessen wird kein Mensch mehr sein Einkommen verdienen können. Wir wissen, dass zehn Prozent der berufstätigen Bevölkerung von ihren Arbeitseinkommen nicht mehr leben können. In Wirklichkeit müssten wir darüber in Freude ausbrechen. Zu Beginn der Industrialisierung war die betriebswirtschaftliche Maßgröße eingesparte Arbeitsstunden. Und genau das ist die einzig sinnvolle ökonomische Größe.

derStandard.at: Sie wünschen sich also eine neue Weltordnung?

Hörmann: Globalisierung richtig verstanden, bedeutet, dass es keine Standortpolitik mehr gibt. Es gibt nur einen Standort, und das ist der Planet Erde. Und es gibt auch nur eine Nation, das ist die Menschheit. Diese ist natürlich vielfältig, und muss liebevoll und empathisch miteinander kommunizieren. Wir müssen auch die Vertreter der sogenannten Elite, dort abholen, wo sie heute stehen. Wir dürfen keine Sündenböcke suchen. Denn wir müssen ihre Verlustängste berücksichtigen und sagen: Ihr werdet zwar etwas verlieren, aber das sind nur Zahlen auf Papier oder Displays. Und wenn ihr mitarbeitet, dann können wir jede Form von Lebensstandard schaffen und zwar für eine breite Bevölkerung. Das schafft dann auch Sicherheit, weil es keinen Neid mehr geben wird.

derStandard.at: In welchem Zeithorizont denken Sie an diese neue Gesellschaftsordnung?

Hörmann: Drei Jahre. Die Frage ist nämlich, schafft es die Menschheit, in drei Jahren dieses Konzept umzusetzen oder wird sie gar nicht mehr bestehen. Wir haben nämlich massenhaft ökologische und soziale Probleme, in vielen Ländern stehen wir kurz vor der Revolution.

derStandard.at: Sie reden also vom ultimativen Crash?

Hörmann: Richtig. Wie die Gesellschaft in Zukunft leben wird oder will, kann nur die Gesellschaft selbst entscheiden und zwar nach dem Mehrheitsprinzip. Das geschieht demokratisch in der Vernetzung. Hierarchische Strukturen können aus informations-theoretischer Sicht nie funktionieren, weil die Personen an der Spitze der Pyramide das Wissen nicht haben. Sie werden von den Schichten darunter permanent belogen. Wie man sich als einfacher Bürger gegen Überwachung oder Schikanen wehren kann, ist bekannt: Man lügt die Mächtigen einfach an. Daher brechen sämtliche hierarchische Systeme, ob das Regierungen, Staaten, Schulsysteme oder Unternehmen sind, momentan zusammen und die Menschheit vernetzt sich über das Internet auf einer Ebene neu, über das "global brain". Hier entstehen dann völlig neue Spielregeln nach dem Prinzip der Emergenz. 
(Daniela Rom, derStandard.at, 13.10.2010)

FRANZ HÖRMANN ist Professor am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Trilogie "Gesang der Wale"

Der erste Band hat mich tief berührt.
Ich möchte euch die Buch-Neuerscheinung meiner verehrten Freundin vorstellen:

Der 2. Band der Trilogie 

"Gesang der Wale"

ist am 7. Oktober erschienen

Magda Wimmer

"Und die Taube fliegt wieder"


"Wir sind nun an einem Punkt angekommen, der uns zum Loslassen herausfordert. Das Bisherige entgleitet uns, und das Kommende ist noch nicht greifbar. In dieser Ungewissheit zeigt sich jedoch etwas, um das wir als Menschheit auf diesem Planeten eigentlich wissen. Es ist die Zukunft, wie sie bereits in der Vergangenheit in Form von bestimmten Zeitzyklen immer wieder abgelaufen ist.
Neu dabei ist, dass wir uns mit dem Abschluss eines großen Zeitraumes nun in eine neue Dimension hinein bewegen – eine, in der wir wieder alle unsere Kräfte und Möglichkeiten zur Verfügung haben werden, und in der wir unseren Blick über die materielle Welt hinaus heben können.
Die Wale draußen in den Meeren sind uns auf diesem Übergang weise Begleiter, und sie stimmen uns mit ihren Gesang bereits auf diese neue Welt ein. Bald schon wird sich unsere Seele wieder wie eine Taube erheben und in ihre Freiheit fliegen."

Der Buchpreis beträgt: €16.60 – Versandkosten extra
Das Buch ist im Eigenverlag erschienen und kann deshalb nur bei Magda bestellt werden:

Die Trilogie „GESANG der WALE“ ist ein Heil-Werk und gibt Einblick in die Zeit, in der wir uns gerade befinden – mit all ihren Extremen, Veränderungen und mit ihrem Chaos. Sie zeigt aber auch die vielen neuen Möglichkeiten auf, die jetzt auftauchen, die unser Bewusstsein verändern und die uns damit immer näher heran führen an einen Traum, den wir eigentlich immer schon geträumt haben: an den Traum von einem schöpferischen Dasein in einer Welt der Fülle und der Harmonie. Eigentlich ist dieser Traum das tiefe Wissen unserer Seele, die hierher gekommen ist, um ihn in einem der grossartigsten Experimente aus ihrer Unbegrenztheit in eine begrenzte und polare Welt hinein zu verwirklichen.

Der Titel für diese Trilogie war ebenso ein Teil des Empfängnisprozesses, wie alles andere auch, das mit diesen Büchern in Zusammenhang steht. Die Wale gelten in vielen Mythologien und Wissensbereichen als die Wissensträger, die Hüter der Geschichte auf diesem Planeten und damit auch der Menschheit. Und sie geben diese Informationen über Klang und Rhythmus an die Erde und ihre Lebewesen weiter. Sie waren im Besonderen für uns Menschen wichtig, da sie uns erinnert haben an das grosse Wissen in uns selbst, das uns zugänglich wird, wenn wir auf unsere innere Stimme hören …

Jetzt verlassen die Wale, gemeinsam mit den Delphinen, in grossen Gruppen unseren Planeten. Es ist ihre Wahl. Der Grund dafür liegt darin, dass wir als Menschheit nun selber unsere kreativen Meisterkräfte wieder in die Hand nehmen müssen, denn wir sind die Hüter dieser Dimension hier. Und sie haben recht – solange sie da bleiben, würden wir vermutlich unsere Verantwortung nicht übernehmen wollen. Somit wird der GESANG DER WALE zu unserem eigenen Gesang – zum LIED DER MEISTER.

Die drei Bände der Trilogie zeigen uns, wie wir die Vergangenheit loslassen, wie wir die Zukunft übernehmen und wie wir die Gegenwart gestalten können.

* * *

Band 1, erschienen 2009

"Die grosse Flut"


"Mit dem Zerbrechen der alten Welt, der alten Gesellschaftsstrukturen und unserer bisherigen Lebensgewohnheiten wird es notwendig, dass wir neue Wege gehen, und wir werden in den nächsten Monaten und Jahren diesbezüglich viele neue Entscheidungen zu treffen und viel Altes loszulassen haben.
Dabei ist WISSEN not-wendig, denn das Verstehen von Zusammenhängen und Tendenzen ist die Grundvoraussetzung, damit wir persönlich und als gesamte Menschheit sichere und gute Schritte in die richtige Richtung setzen können.
Die Informationen dieses Buches sind JETZT wichtig … Wir müssen jetzt verstehen, warum vieles so chaotisch wird, warum unsere gewohnte Welt nach und nach zerbricht und warum wir aufgefordert sind, uns persönlich tiefgehend zu verändern …"

Der Buchpreis beträgt: €15.50 – Versandkosten extra

Band 1 “Die grosse Flut”
Hier geht es um die Beschreibung der Erde als eine Höhle, in deren Dunkelheit unsere Seelen für die Zeit ihres menschlichen Daseins eintauchen, um dort ihr Licht zum leuchten zu bringen. Durch ein katastrophales Ereignis vor tausenden von Jahren, das in fast allen Kulturen als vernichtende Flut erinnert wird, kam die Angst… und seither verharren wir draußen, am Höhleneingang, der von den Mächtigen dieser Welt beherrscht wird. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, dass wir dieses alte Trauma heilen, unsere eigene Macht entdecken und die Vergangenheit abschließen.

Band 2 “Und die Taube fliegt wieder”
Wir sind nun an einem Punkt angekommen, der uns zum Loslassen herausfordert. Das Bisherige entgleitet uns, und das Kommende ist noch nicht greifbar. In dieser Ungewissheit zeigt sich jedoch etwas, um das wir als Menschheit auf diesem Planeten eigentlich wissen. Es ist die Zukunft, wie sie bereits in der Vergangenheit in Form von bestimmten Zeitzyklen immer wieder abgelaufen ist. Dazu kommt jetzt auch noch, dass wir uns mit dem Abschluss eines großen Zeitraumes nun in eine neue Dimension hinein bewegen – eine, in der wir wieder alle unsere Kräfte und Möglichkeiten zur Verfügung haben werden, und in der wir unseren Blick über die materielle Welt hinaus heben können. Die Wale draußen in den Meeren sind uns auf diesem Übergang weise Begleiter, und sie stimmen uns mit ihren Gesang bereits auf diese neue Welt ein. Bald schon wird sich unsere Seele wieder wie eine Taube erheben und in ihre Freiheit fliegen.

Band 3 “Das Feuer hüten”
Noch einmal geht es um das Hinschauen auf das, was wir uns in den letzten paar tausend Jahren geschaffen haben, damit wir diesen Zeitraum abschließen können und erkennen, was wir gelernt haben. Vieles davon erscheint dunkel, doch erst jetzt – im Lichte einer neuen Zeit – sehen wir, dass wir Beteiligte an einem großen Drama waren, das wir nun langsam auflösen, indem wir Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart zusammenführen.
* * *
Copyright Magda Wimmer http://mayaresonance.com

Samstag, 9. Oktober 2010

Dollar - quo vadis?

Diese pathetische Frage ist schon zu stellen, wenn man sich die derzeitige Verfassung des US Dollars betrachtet. So ist in den letzten Monaten ein starker Anstieg des Goldpreises zu verzeichnen - ein deutliches Signal, daß die Finanzkrise in eine neue Phase eintritt, und es den Machern an der Wall Street nicht mehr gelingt, den Goldpreis weiterhin zu drücken.

Professionelle Analysten sind geteilter Meinung. Jene mit Durchblick befürchten Schlimmstes, die Anderen vertrauen Ben Bernanke, daß er auch weiterhin zaubern kann. Jene, die die Krise mit der von 1929 vergleichen, glauben daß wir Ähnliches erleben - doch was sie nicht einkalkulieren ist, daß wir an der Schwelle eines Neuen Zeitalters stehen, welches die bisher üblichen Tricksereien nicht mehr dulden wird.

Wir jedoch wissen, daß die alten unhaltbaren Systeme zusammenbrechen müssen, die die Ausbeutung der Menschen zum Ziel haben. Die amerikanischen Leser mögen mir verzeihen; ich meine das nicht nur auf die USA bezogen, da ja fast alle Länder Unterdrückung und Korruption kennen und damit zu kämpfen haben. Überall sind die Völker dabei, einen großen Entwicklungssprung zu machen, indem sie gegen das alte System protestieren. Nur hat der Dollar natürlich als Weltleitwährung eine ganz besondere Stellung, und dessen Entwicklung spielt eine große globale Rolle.

Immerhin ist der Dollar schon 225 Jahre alt. Daß er so lange existiert, hat er wohl dem großen Trigon zwischen Jupiter/Uranus, Saturn und Pluto zu verdanken, welches stabile Entwicklung und glückliche Erneuerung garantiert. Was wirklich bemerkenswert ist: beide Hauptachsen des Horoskopes der Dollar-Einführung liegen exakt auf den Kardinalpunkten; somit hat der Dollar eine Bedeutung für die ganze Welt.

Der Herrscher des Widder-AC steht mit Neptun in 6, was eine große Anpassungsfähigkeit und Umsetzung göttlichen Willens bedeutet (Neptun ist Mitherr von 12). Soviel ich weiß, hatten die Väter dieser Währung durchaus auch spirituelle Ziele mit ihr im Sinn, und auf einer höheren Ebene bedeutet Mars/Neptun auch 'Dein Wille geschehe durch mich'. Inzwischen dürfte jedoch klar sein, daß die heutigen Verwalter der FED von anderen Trieben gesteuert sind - sonst sähe die Welt wohl anders aus. Auf der Ebene von Geldgier ist Mars/Neptun schlicht ein falsches Spiel treiben, mit geheimen und undurchsichtigen Mitteln. Die Sonne im Krebs am IC verwirklicht diese Anlage für das eigene Land. Das Ziel mit MC im Steinbock und Saturn in 7 am DC wäre auf der spirituellen Ebene, die Verantwortung von Ausgewogenheit und Gerechtigkeit für andere Länder zu tragen, sozusagen als gutes Beispiel zu dienen. Doch scheint es mir eher, daß dieses Potential mehr dazu genutzt wurde, über andere Länder zu bestimmen und sie zu maßregeln.

Das 2. Haus, das für Werte und Finanzen steht, ist optimal, im Stier und einer Löwe-Venus in 5, da läßt es sich sehr gut leben und es bereitet Freude, Geld auszugeben, was ja auch in Ordnung ist. Mit Jupiter und Uranus in 2 haben der Dollar und seine Besitzer immer wieder Glück gehabt. Uranus kommt aus 12 und transportiert hier den Einheitsgedanken ins Geldhaus, der eine ständige Erneuerung bedeutet, seinen Wert allen zugute kommen zu lassen. Jupiter hingegen kommt aus 9, was einerseits das totale Selbstverständnis und den Eigenwert darstellt, andererseits auch die Vermutung nahelegt, daß andere Länder den Dollar mitfinanzieren (9. Haus ist u.a. Ausland). Das ist seit spätestens 1971 so, als Präsident Nixon den Goldstandard endgültig aufhob, und den Dollar an den Ölpreis band. Ein OPEC-Abkommen mit den Saudis legte damals fest, daß andere Länder das Öl nur mit Dollars zahlen können - also mußte das sämtliche Ausland genügend Dollar-Devisen halten. Dadurch, daß alle Länder mit Dollar bezahlten, wurde er selbst immer wieder aufgewertet. Dieses System geriet in Gefahr, als Saddam Hussein 2003 sein Öl auch für andere Währungen freigab. Wir wissen, was dann geschah ... und vor einem Jahr hat auch der Iran einen neuen Währungskorb für den Ölverkauf erstellt, was natürlich der FED ein Dorn im Auge ist. Doch kann diese Geldnot nicht mit Krieg geheilt werden; sondern die USA müßte einsehen, daß ihre Abhängigkeit vom Ölverkauf sich nun gegen sie wendet, und man aus der Abhängigkeit raus müßte. Das Leid aus solchen unheilvollen Entscheidungen tragen immer die Völker - und diese sollten jetzt für neue stabile Währungen eintreten. So ist auch zu sehen, daß das Volk unter dem permanenten Druck der Banken steht (Pluto H8 in 11 Quadrat Mond), denn die Banken sind es, die die Freiheit kontrollieren.

Es wird enger für die FED, seit in den letzten Jahren bekannt wurde, daß ungeheure Spekulationen mit Fonds und CDS* im Gange sind. Die Banker und Analysten wissen, daß ihr Monopoly-Spiel knapp vor dem Feld steht, wo es heißt: zurück auf Los. Kassiere keine Boni. Doch noch verbreitet Ben Bernanke seinen Doppel-Schütze-Optimismus, indem er pausenlos $-Scheine drucken läßt. Die Welt des Geldes ist jedoch endlich; diese Erfahrung werden wir alle durch Plutos Lauf im Steinbock machen. Die Frage ist nur: wann? Im Grunde ist die Möglichkeit, einen sanften Haircut zu machen und die Währungen auf eine Edelmetallbindung zu setzen, bereits verstrichen. Sie hätte auch die Einsicht der Verantwortlichen gebraucht, die jedoch nicht in Sicht ist. Stattdessen wird einfach weiter gezockt, was an das Verhalten von Lemmingen erinnert ... so wann ist der Zeitpunkt X? 

Die zweite Horoskopzeichnung zeigt die Dollar-Einführung in der Mitte, und außen habe ich die nächste Mondfinsternis am 21. 12. gesetzt. Dies scheint mir ein wichtiger Zeitpunkt zu sein, wann Veränderungen eintreten können. Diese Vollmondeklipse steht auf ein paar Bogenminuten genau auf der MC/IC-Achse des Dollar, und auf der Sonne. Die Erneuerung der Währung hätte schon vor 2 Jahren kommen müssen, als Pluto über das MC lief - doch wurde weiterhin das illusorische Gelddrucken vorgezogen. Wir müssen in Betracht ziehen, daß Finsternisse bereits vier Wochen im Voraus wirken. So wird es ab Anfang Dezember spannend, wenn Mars über das GZ und übers MC läuft. Er wird die Wirkung der Eklipse deutlich anheizen, vielleicht vorwegnehmen. Die Finsternis steht auch im Quadrat zum Radix-Saturn, so wird sie an die Verantwortung anderen gegenüber erinnern.

Ob diese Energien reichen, das alte System zum Einsturz zu bringen, läßt sich schwerlich sagen, weil so etwas Signifikantes immer auch abhängig ist von den Entscheidungen vieler Menschen. Vielleicht wird auch nochmals mit aller Macht versucht, den Dollar irgendwie zu halten - doch sehe ich keinen anderen Einfluß in der nächsten Zeit, der so brisant ist. Natürlich muß das Leben weitergehen. So wird Uranus, der jetzt noch durchs 12. Haus wandert, Anfang April über den Dollar-AC laufen, im Quadrat zu Sonne und MC; dann ist Erneuerung fällig. Dies wiederholt sich rückläufig im September, und direktläufig von Dezember bis Februar 2012. In diesem Zeitraum sollte eine neue Währung etabliert werden, die allen zugute kommt und die ursprünglichen Werte vertritt - dies wünsche ich den Amerikanern von Herzen.

*CDS = Credit Default Swaps, das sind Versicherungen auf Kredite, die mehrfach weiter verkauft wurden

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Der Neumond am 07. Oktober 2010

Fast hätte ich in den Aufregungen der letzten Woche den Neumond vergessen. Auf den ersten Blick schien er nicht so gravierend - jedoch bei näherem Hinsehen entdecke ich eine Fülle von Themen, die jetzt zum Durchbruch kommen; so bringt er Vieles auf den Punkt, was man sich vorstellen kann. Auf Berlin gerechnet, gilt es für Deutschland, für andere Länder kann man auf den jeweiligen Ort berechnen. Doch finde ich die Häuser diesmal nicht so wichtig; ich möchte eure Aufmerksamkeit eher auf die Halbsummen und die Kleinplaneten richten.

Der Neumond ist an sich schon am Spannungsdreieck vorbei, wirkt aber noch in Konjunktion mit Saturn, der uns zur Verantwortung mahnt. Merkur, der für Kommunikation, Bewegung und Reisen steht, befindet sich exakt in diesem Spannungsbogen und in Konjunktion mit Saturn - so kann es im Folgemonat zu erheblichen Störungen in der Kommunikation und zu Auseinandersetzungen kommen, wie auch zu Blockaden im Verkehr, besonders mit der Bahn (St21). Besondere Achtsamkeit ist angebracht, wenn ihr Planeten oder Achsen auf den ersten Graden der kardinalen Zeichen habt.

Wenn ihr den Blick auf Pluto lenkt und die Abstände zu den anderen Planeten wahrnehmt, dann fällt auf, daß Pluto der Spannungsherrscher der kompletten Halbsummendynamik ist. Pluto als Herr der Unterwelt fordert uns zu grundlegender Transformation auf, und im Steinbock sind vor allem sämtliche Strukturen, Gesetze und Regeln betroffen, wie auch die Regierungen. Pluto symbolisiert unsere tiefsten Ängste, alles was noch im Dunkeln liegt, auch die Macht, die über das Leben herrschen will. So ist er ein Synonym für alles, was mit Atomkraft in Verbindung steht, und mit der Zerstörung des Alten, damit Neues entstehen kann (was nicht bedeutet, daß es einen Atomunfall gibt).

Der aufsteigende Mondknoten (der ja immer rückwärts läuft) und Pluto bewegen sich aufeinander zu und bilden ab Mitte Oktober und den ganzen November eine Konjunktion, sodaß in dieser Zeit mit wichtigen Entscheidungen in allen Arten von Beziehungen zu rechnen ist. Es geht darum, Zwanghaftes und Energie ziehendes in den Beziehungen loszulassen und sich von allem zu lösen, was uns nicht gut tut. Verbindungen die jetzt eingegangen werden, könnten von solchen Machtthemen geprägt sein - Vooorsicht. Venus und Mars, die eine Konjunktion im Skorpion bilden, schürfen hier in aller Tiefe mit.

Bevor ich die Halbsummen erläutere, muß ich einen kleinen Exkurs über die Asteroiden machen, die in der Aspektdynamik des Neumondes eine große Rolle spielen.
Die 4 größten Asteroiden - im Gürtel zwischen Mars und Jupiter - sind Ceres, Pallas, Juno und Vesta, wovon Ceres die größte ist und sie erhielt 2006 den Status eines  Kleinplaneten, ist also Pluto gleichgestellt. Diese Asteroiden sind alle weiblicher Natur, und sie repräsentieren verschiedene Eigenschaften der Göttin:
  • Ceres als Fruchtbarkeitsgöttin steht für die Eigenschaften der liebenden Mutter, für Ernährungsbewußtsein, Landwirtschaft, Fortpflanzung, Schwangerschaft, Kindererziehung und Sozialarbeit. 
  • Pallas besitzt die Dynamik der Stärke, die sie jedoch achtsam einsetzt, wie auch die Intelligenz, Planung, Präzision, Gerechtigkeit (politische), Geistheilung und das Aufspüren von Disharmonien. 
  • Juno ist die Beschützerin der Ehe und steht für Achtsamkeit in Beziehungen, Gleichrangigkeit, Störungen im Machtgleichgewicht will sie aufheben und sie liebt die reine Atmosphäre.
  • Vesta ist für die Achtsamkeit des inneren und äußeren Raumes zuständig. Sie ist die Hüterin des Herdfeuers wie auch die Hüterin der inneren Herzensflamme. Sie steht für Jungfräulichkeit (nur sich selbst gehörend), Meditation und ist dem göttlichen Dienst verpflichtet.
Neben dem Mondknoten und Pluto steht auch noch Ceres, und so können wir uns denken, daß es jetzt sehr darum geht, verletzte Mutterthematik zu erkennen und zu heilen. Im Mythos gibt es die Geschichte von Ceres und Persephone, die ihre Tochter war, und die sie über alles liebte. Pluto aber raubte Persephone und nahm sie zur Frau und mit in die Unterwelt. In ihrer Not rief Ceres (griech. Demeter) Jupiter und bat ihn um Hilfe. Der jedoch entschied, daß Persephone im Frühling auf die Oberwelt kommen dürfe, im Herbst jedoch wieder hinabsteigen müsse. So geschah es, und im Mythos wird erzählt, daß so die Jahreszeiten entstanden.

Diese Geschichte macht deutlich, daß Ceres und Pluto sich nicht sonderlich vertragen. Es geht um den Verlust der Mutter, wie auch wenn Mütter ihre Kinder verlieren. Da es kaum einen größeren Schmerz gibt als diesen, wird nun deutlich, daß die Transformation von sehr tiefgehenden Verlusten ansteht. Ebenso ein Mutterthema ist die Erde. Sie ist diejenige, die uns hält und ernährt, von uns jedoch sehr viel Mißachtung erfahren hat. So werden wir nun mit den Resultaten des Mißbrauchs der Natur konfrontiert, und zwar in einer Weise, daß wir zwingend hinschauen müssen - denn letztlich hängt unsere Existenz von Mutter Erde ab. Kommen wir zu den Halbsummen, in denen die Pluto - Ceres - Mondknoten Konjunktion steht:
  • Neptun/Chiron - Vesta: Die Reinheit und Unversehrtheit der Natur wie auch des Weiblichen, der Mütter, ist zutiefst verletzt und verlangt nach Heilung und Transformation. Alles Zerstörerische muß erkannt und losgelassen werden. Es muß neue Gesetze geben, welche die Rechte von Natur und Mutter/Kind-Einheit schützen. Die spirituelle Bedeutung dahinter muß ebenso erkannt werden: daß es eine Göttin gibt, die endlich eine Gleichstellung neben Gott verdient, und die ihre weltlichen Ausdrucksformen geschützt sehen möchte.
  • Venus/Mars - Nessus: Die Sexualität, die von Venus und Mars symbolisiert wird, trifft in Nessus (einer der Kentauren) auf ihren größten Schmerz. Sämtliche Abartigkeiten, die es in diesem Bereich gibt, hinterlassen tiefe Wunden, so Mann und Frau sich nicht gegenseitig respektieren oder besser noch, als heilig betrachten. Pluto fordert auch hier eine tiefe Transformation des sexuellen Mißbrauchs, und Ceres fordert dies für ihre Kinder.
  • Lilith - Neumond: Es muss einen Neubeginn geben in der Anschauung der Göttin und des Weiblichen. Lilith* (die 1. Frau Adams) wurde laut jüdischem Sohar als gleichberechtigt neben Adam geschaffen, und diese Anerkennung fordert sie nun ein. Es wird aufgeräumt werden müssen mit der verdrehten Darstellung der Bibel, die Lilith überhaupt erst gar nicht erwähnt.
  • Neptun/Chiron Opposition Orcus/Juno: Hier wird deutlich, daß es sehr viele Partnerschaften gibt, in denen man leidet, wie an einem großen Weltschmerz. Auch sie möchten geheilt werden, oder man löst sich von Menschen, die einem nicht gut tun. Diese Entscheidungen müssen in der nächsten Zeit getroffen werden.
Alles zusammen wird deutlich, daß es eine komplette Neubewertung des Weiblichen geben muß, in all ihren Erscheinungsformen, und daß hier eine Menge der Heilung bedarf. Wir werden neue Achtsamkeit mit der Natur brauchen, in den Beziehungen, und müssen die alten Verletzungen endlich in die Heilung bringen. Es lohnt sich, einen Haufen neuer Arbeitsplätze dafür zu schaffen. Wir werden nicht umhin kommen, diese Heilungsprozesse schleunigst einzuleiten, denn dieser Monat wird uns eine Menge der angesprochenen Mißstände aufzeigen.

Ich hoffe ich hab euch nicht verwirrt mit den ganzen Kleinplaneten. Wie man sieht, sind sie sehr wichtig, denn ohne sie ließe sich die Thematik nicht herausarbeiten.

* ein älterer Lilith-Artikel von mir: http://www.themamundi.de/artikel/108-venus-lilith